Wir haben es wieder getan.
Auch wenn wieder etwas weh getan hat. Beim MountainMan in Nesselwang im Allgäu wurden auf der XXL-Strecke die Deutschen Meisterschaften im Ultratrail ausgetragen. Was wir da verloren haben? Nun, wir waren zusammen mit unserem Verein, dem ASV Zeuthen, unterwegs. Gleich 5 Läufer des Vereins starteten bei der DM.
Die Strecke hatte es wirklich in sich. Auf den gut 70 Km waren 3.950 Höhenmeter zu bewältigen. Die ausgedehnte Runde zog sich über zahlreiche Gipfel im Allgäuer Alpenvorland. Betörenden Aussichten folgten lange Abstiege. Und natürlich knackige Aufstiege.
Die Höhenmeter waren in der Nachbetrachtung dann doch etwas zu viel des Guten. Wir sind das Rennen sehr kontrolliert angegangen, wobei Marek etwas davonzog. Unsere 3 Vereinskameraden waren sowieso schnell entschwunden, sie liefen in einer eigenen Liga.
Und es kam, wie es kommen musste. Als Marek bei Km 48 zum Selfie mit dem Gipfelkreuz ansetzte, trafen sich unsere Wege wieder und wir konnten noch gute 15 Km zusammen laufen. Dass wir dann nicht zusammen ins Ziel liefen, lag eher daran, dass Marek nach der “schwarzen Wand” beim finalen Anstieg die Lust vergangen war.
Mit etwas über 12 Stunden hatten wir einen sehr langen Arbeitstag in Nesselwang. Das war im Rahmen der Erwartungen, da wir im Winter so gut wie keine Höhenmeter trainieren konnten. Wie das zu unseren ambitionierten Rennen im Sommer passt, nun darüber schweigen wir uns mal aus.
Wir hatten wundervolle Begegnungen mit vielen bekannten Gesichtern aus der Trailrunning-Community. Vor allem das gemeinsame Erlebnis in der frisch gegründeten ASV Trailrunning-Gruppe hat Riesenspaß gemacht.
Wie geht es weiter? Wir haben eine gemeinsame Trainingswoche auf dem GR 20 auf Korsika vor. So viel gemeinsame Trainingszeit haben wir selten. Um dann im Spätsommer nochmal gemeinsam das Abenteuer Pyrenees Stage Run zu wagen.
Nesselwang war also erst der Auftakt eines noch intensiven Laufjahres. Die Trailrunning-Karriere ist noch nicht vorbei. Noch lange nicht.


