Zu zweit läuft's besser.

Testbericht: Vibram Five Fingers KSO

Testbericht: Vibram Five Fingers KSO
26. Juni 2010 Marek

Heute war ich zum zweiten Mal mit den Five Fingers unterwegs. Samstag gekauft, habe ich es am Montag auf 11km gebracht. Dienstag war ich dann für Christians WM-Laufspiel 19km in den Mizunos unterwegs (hat ja leider nicht gereicht). Durch meine Erkältung konnte ich nicht alles geben. Aber mir haben die Waden schon ordentlich gezwickt nach dem ersten Ausflug. Heute dann der zweite Streich: 20km quer durch den Wald mit einigen Höhenmetern in den Müggelbergen Berlins. Wenn man es erstmal geschafft hat, alle Zehen in den vorgesehenen Platz zu bekommen, gehts los. Eines muss ich vorneweg schicken: das Gefühl beim Laufen ist einfach nur gut. Anfangs ist es sehr gewöhnungsbedürftig. Dämpfung gleich null, sehr puristisches und deswegen auch sehr natürliches Auftreten. Da ich eh nur Neutralschuhe laufe, fällt mir die Umstellung sicherlich leichter als Läufern mit gestützten Schuhen. Auf Asphalt zu laufen, ist vom Barfußlaufen wirklich nicht weit weg. Nicht der ideale Untergrund. Man spürt schon beim Laufen jeden Muskel, gerade in den Waden. Es „platscht“ ordentlich bei jedem Auftreten. Der Wechsel auf weicheren Waldboden ist eine Wonne. Hier machen die Dinger richtig Spaß. Aufpassen muss man hier nur auf Untergrund, der mit kleinen spitzen Steinen gespickt ist. Sonst kann man einfach drauflos rennen. An kleinere „Fehltritte“ auf Wurzeln o.Ä. gewöhnt man sich schnell. Man läuft automatisch über den Vorfuß, ohne dass man etwas dafür tun muss. Bergauf geht es sehr gut, man tritt nur kurz auf und kommt fix nach oben. Bergab kommt es ein wenig auf die Steigung an: wenn es nicht zu steil ist, kann man ordentlich Gas geben und steht den Laufschuhen in nichts nach. Richtig geeignet für steile Downhills sind die normalen KSOs aber nicht. Hier fehlt der Grip, man rutscht schnell weg, was gefährlich werden kann. Marco hat die Trek-Variante beschrieben, die aber auch deutlich teurer ist (105,- / 190,- wenn ich richtig informiert bin). Auch bei der längeren Strecke hatte ich heute keine Probleme mit Schweiß in den Füßen (Socken hat man ja nicht an :-)). Das Aussehen ist sicher ungewohnt, aber mir gefallen die Teile. Zumal man die ja auch tagsüber anziehen kann (sind auch maschinenwaschbar). Mein Urteil fällt sehr positiv aus. Ich habe die Five Fingers jetzt sicher öfters im Alltag und zum Laufen an, gerade auf Strecken im Wald. Sehr empfehlenswert, wenn man nicht gerade nur auf asphaltierten Straßen laufen kann. Hier noch ein kleines Video von heute (mit dem IPod aufgenommen):

9 Kommentare

  1. Timo 7 Jahren vor

    Der Artikel hat Lust auf’s Laufen gemacht 🙂 So langsam sollte ich’s vielleicht doch wieder versuchen.

  2. Gerd 7 Jahren vor

    Und noch ein „Schwarzfuß“! 😉
    Im Augenblick läuft ja fast jeder „barfuß“.
    Ist eine interessante Geschichte mit den Dingern. Zumal jeder schreibt, dass die Teile im Wald besonders gut funktionieren!

  3. Henrik 7 Jahren vor

    Wie Entenflossen – patsch patsch patsch :-). Werde das unbedingt mal probieren!

  4. Jan 7 Jahren vor

    Der Bericht macht wirklich Lust aufs Laufen.

    Aber vorallem auf dieses „Experiment“ Five Fingers. Leider sind 105€ für einen Azubi jedoch eine Menge Geld und deshalb muss ich wohl noch etwas auf diesen Spaß warten :-/

    Nichtsdestotrotz wünsche ich allen experimentifreudigen weiterhin viel Spaß!
    sonnige Grüße aus dem Lipperland

  5. Soulrunner 7 Jahren vor

    Hallöchen,
    ja du hast Recht meine VFF haben 190,- Euro gekostet. Sie sind aber gegenüber den 105,- Euro Fingers im Trailgelände weitaus besser zu laufen.
    Ich laufe nur noch in den VFF. Für den Winter im SChnee muß ich mir aber noch so meine Gedanken machen 🙂 *grübel*

    LG
    Soulrunner

  6. Martin 7 Jahren vor

    Hört sich interessant an,
    ich hab ja die Nike Free 3 und das ist schon ein ganz anderes laufen, aber die VFF sind definitiv ne interessante Sache.

    Wer schön du würdest mal nach einiger Zeit nen Update bezüglich Haltbarkeit und „Langzeiterfahrung“ sschreiben…

    Danke und Gruß
    Martin

  7. Autor
    Marek 7 Jahren vor

    @Martin: werde ich machen. Das interessiert mich ja auch.

  8. Sven 7 Jahren vor

    Ich nutze jetzt seit über einem Jahr die Five-Fingers in verschiedenen Ausführungen (KSO, Flow und Trek)in der Freizeit und zur Arbeit. Was anderes haben meine Füße nur wärend der extremen Schneeperiode gesehen. Nur ganz ohne ist besser aber leider nicht immer machbar. Nach spätestens einer Woche ist die Waschmaschine fällig ( weil Puhhh) das machen sie aber problemlos mit. Bisher habe ich nur 1 Paar reparieren müssen (Flow) weil das Neopren von einem Nagel aufgerissen wurde. Lies sich Problemlos selbst nähen und ist nicht zu sehen.

  9. detlef 6 Jahren vor

    hallo und vielen dank für deinen bericht.

    ich habe noch zwei fragen:
    sind die sohlen im verlauf des gebrauches weicher geworden,
    so dass man nach dem einlaufen noch bessere untergrundrückmeldung bekommt,
    oder blieb die festigkeit/steifheit der sohle gleich wie beim neuen schuh?

    dehnt sich im gebrauch das obermaterial (etwas) – soll man den schuh haargenau (mit zehensocken) passend kaufen oder lieber ein klein wenig knapp, weil das material etwas nachgiebiger wird, wenn man es eine weile trägt?

    vielen dank!

    vg,
    detlef

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