Zu zweit läuft's besser.

Stirnlampen im Test: Led Lenser H7 vs. X-SHOT

Stirnlampen im Test: Led Lenser H7 vs. X-SHOT
5. November 2012 Marek

[MAREK] Schon längst ist die dunkle Jahreszeit angebrochen, Laufen ist schon am frühen Abend bei Tageslicht nicht mehr möglich. Das schlägt bei vielen auf die Motivation nieder. Ich ertappe mich gerade selbst dabei, wie ich schon seit knapp 2 Wochen die Ritter-Sport auf der Couch der abendlichen Laufrunde vorziehe. Am Equipment scheitert es definitiv nicht. Ich nenne eine Led Lenser H7 mein Eigen, eine Lampe, die durchaus als Profigerät durchgeht. Der Kenner kann die 180lm, die 117g und die 85h Leuchtdauer sicher besser einschätzen als ich. Da ich bisher nur einmal mit Stirnlampe unterwegs war und die Lichtstärke bei dem Gerät viel zu dünn war, ist das quasi Neuland für mich. Und ich bin restlos begeistert. Die Ausleuchtung des Weges ist einfach irre, auch bei der kleinsten Dimmung. Das Fernlicht (mit dem ich problemlos die 500qm meines Gartens taghell ausleuchten kann!) kann per einfachem Knopf auf kreisrundes Nahlicht stufenlos umgestellt werden. Der Knopf zum Anschalten ist oben auf der Lampe vielleicht etwas arg klein geraten – da muss schon ein wenig mit dem Finger navigieren, was beim Laufen nicht ganz so easy ist. 3 AAA-Batterien schluckt der Batteriekasten, der hinten am Band befestigt ist und auch den Dimmer beherbergt. Das ist schon ein wenig Gewicht dran, aber es stört beim Laufen nicht. Zu locker sollte die Lampe aber nicht sitzen, sonst droht Rutschgefahr. Der Lampenkopf ist bis zu 90° schwenkbar, so dass der Winkel je nach Vorliebe angepaßt werden kann. Fazit: die Lampe hat mich schon nach dem ersten Einsatz vollkommen überzeugt. Damit kann man problemlos Strecken laufen, die in völliger Dunkelheit liegen. Ich habe sogar ein schnelles Intervalltraining im Regen damit absolvieren können! Die Lampe ist ein großes Sicherheitsplus für den Läufer. Man sieht gut und wird garantiert gut gesehen.

[HENRIK] Einen hochwertigen Eindruck macht die X-Shot gleich bei der ersten Berührung. Robust verarbeitet, hier wackelt nichts. Die X-SHOT zählt wie die H7 in die High-End Kategorie der Stirnlampen. Vor allem preislich: der günstigste Preis bei Amazon.de liegt bei stolzen 85,95 EUR. Zunächst stellt sich die Frage, ob die Lampe für das Laufen überhaupt geeignet ist. Schließlich wird sie für den „alpinen Einsatz“ angepriesen. Klar kann man mit der Lampe laufen, ziemlich gut sogar. Die Leuchtkraft ist bestechend. Es gibt mehrere Modi, die die 3 LEDs (1x HiFlux, 2x flankierende Definitions-LEDs) kombinieren. Im stärksten Modus leuchtet der Lichtkegel locker 100 Meter aus. Damit kann man selbst in finstersten Ecken laufen. Der Leuchtwinkel ist in mehreren Stufen einstellbar (45 Grad). Das Gewicht der Lampe wird mit 150 Gramm angegeben. Sie wirkt auf jeden Fall schwerer, immerhin füllen drei AA-Batterien das klobige Batteriefach. Das wirkt nach einer Stunde Laufen zumindest nicht mehr ganz leicht und zeigt, dass die Lampe in erster Linie auf möglichst lange Einsatzdauer und weniger auf geringes Gewicht setzt. 200 Stunden sollen mit einem Batteriesatz möglich sein. Welcher Ultra dauert so lange? Der breite Taster auf der Oberseite der Lampe reagiert erst bei doppeltem Tippen, um versehentliches Einschalten zu verhindern. Also unbedingt vor dem Laufen einschalten, sonst wird es hakelig. Das Batteriefach hat auch eine rückseitige, rote LED. Praktisch, um so auch von hinten wahrgenommen zu werden. Diese LED dient auch als Batteriestandsanzeige. Um das alpine Notsignal einzuschalten (6x Blinken pro Minute), muss man allerdings die Anleitung gelesen haben. Eine Funktion, die man als Flachlandläufer sowieso nicht braucht. Ein nettes Gimmick ist das optional erhältliche Ambient Light für ca. 15 EUR, das ich aber nicht getestet habe. Das steckt man auf die Lampe und erhält so ein wohliges Raumlicht. Um in einer Höhle zu übernachten? Die X-SHOT bietet also einige sicher nützliche Funktionen, die allerdings für Läufer nicht benötigt werden. Damit ist sie für den aufgerufenen Preis zu teuer.

6 Kommentare

  1. Pierle 5 Jahren vor

    Die Running Twins laufen also mit einer Lampe von Zweibrüder.
    Das macht natürlich Sinn 😉

  2. Lars 5 Jahren vor

    Klasse! Freue mich, dass euch die Lampe gefällt. Ich will sie auch nicht mehr missen … und das mit „zweibrüder“ passt wirklich super :-))

  3. Johnnyr 5 Jahren vor

    Habe gestern zufällig auch die LED Lenser getestet und bin echt begeistert. Wenn du die voll aufdrehst lässt dir jeder Autofahrer den vortritt weil er denke du bist ein LKW oder Mähdrescher, echt wahnsinn wie helle die Lampe ist.

  4. Andreas 5 Jahren vor

    Ich habe mich bisher um eine Lampe immer herumgedrückt, muss aber gestehen, dass ich oft von der Lampe eines Mitläufers profitiere. Wäre also vielleicht doch mal eine eigene angebracht 😉

  5. Markus 4 Jahren vor

    Die H7R ist nun auch schon meine inzwischen vierte Lampe von Zweibrüder. Von der Qualität und der Leuchtstärke wirklich gut. Aber warum muß das AFS so grob zu bedienen sein? Das kann besser funktionieren, wie z.b. bei der H14. Den Test gibts im Outdoor Blog: http://www.outdoor24news.de/led-lenser-h7r-von-zweibrueder-kopflampe-im-test-22019

    Vg Markus

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