Zu zweit läuft's besser.

Von Brocken, Streakrunning und Bergen

Von Brocken, Streakrunning und Bergen
31. Januar 2018 Marek

Der Martin. Chefredakteur der Runners World. Das hätte er wahrscheinlich selbst nicht für möglich gehalten, dass seine Idee, mit dem #rwjanuarstreak die Läuferschar den dunklen, kalten und regnerischen Januar über bei Laune zu halten, so gut ankommt. Viele haben sich der verrückten Idee angeschlossen und haben es probiert: 31 Tage lang jeden Tag mindestens 1,6km laufen. Keine Ausreden. Mir kam die Idee Anfang des Jahres gerade recht: nach der ersten Erkältung seit Ewigkeiten im Dezember (durch die leider auch unser geplanter schneller Marathon ins Wasser fiel), war ich gerade wieder dabei, in die Spur zu kommen und Grundlagen aufzubauen. Spontan habe ich gesagt: das kannst du doch auch. Und schnell war der neue Hashtag in die Liste aufgenommen. Nun ist der Januar tatsächlich schon wieder vorbei. Was nehme ich mit, was lief gut, was lief schlecht?

Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten damit, nicht mehr auf das Tempo von November/Dezember zu kommen. Ich war da richtig gut bei der Sache, aber hatte durch die anschließende Erkältung ordentlich an Kraft verloren. Es hat etwas gedauert, bis ich mich damit arrangieren konnte. Aber als der Druck raus war, lief es schlagartig besser. Ein wenig Kreativität ist schon erforderlich, wenn man neben Familie und Job den täglichen Lauf unterbringen muss. Dafür bin ich sogar wieder teilweise zum frühen Laufen übergegangen. Das ging erstaunlich gut. Und es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man im Büro ankommt und das Training bereits hinter sich hat. Auch muskulär – sonst mein Sorgenkind – hatte ich nach und nach überhaupt keine Probleme mehr – und das, obwohl die beiden sonst üblichen Regenerationstage nicht drin waren. Das hat mich sehr überrascht. Zum Ende hin fiel es mir tatsächlich immer leichter und ich konnte auch wieder etwas Tempo machen.

Die 440km, die nun am Monatsende zu Buche stehen, sind eine schöne Zahl, wenn auch ohne große Bedeutung. Wichtig ist das Gefühl, dass die Grundlagen gelegt sind und es nun gilt, nach vorne zu blicken. Wohin? Für mich geht es am nächsten Wochenende in den schönen Harz. Den Brocken haben wir schon mehrfach in Laufschuhen erklommen – aber immer nur im Sommer. Bei der Brocken-Challenge geht es nun im Winter hoch, und das mit Anlauf: von Göttingen sind es mehr als 80km, die zum Gipfel auf 1142m führen. Die Losfee hatte im Dezember ein Einsehen mit mir und sicherte mir einen der begehrten Startplätze bei diesem Wohltätigkeitslauf. Henrik war dieses Glück leider nicht vergönnt. Auch das wird ein Novum: der erste Ultra dieser mit Highlights gespickten Saison muss ohne Support des Zwillingsbruders über die Bühne gehen. Ich freue mich trotzdem sehr auf die Veranstaltung, immer im Bewußtsein, dass das ein ganz harter „Brocken“ für mich wird und das Finish alles andere als selbstverständlich ist. Haltet mir bitte die Daumen, dass die erste große Challenge in diesem Jahr ein Erfolg wird!

Auf ein tolles 2018, bleibt gesund und verletzungsfrei und denkt immer daran: laufen zu können ist ein großes Privileg, das nicht alle haben. Meinen Januar-Streak möchte ich gerne all denen widmen, die nicht laufen können.

2 Kommentare

  1. Henrik 3 Wochen vor

    Fingers crossed! Der #RWJANUARSTREAK hat dich auch so viele Selfies wie noch nie produzieren lassen, auch das muss mal ein Ende haben 😉

    • Autor
      Marek 3 Wochen vor

      Jaja, das hat ein Ende. Versprochen. Nur noch eines vom Gipfel, das muss sein.

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*