Zu zweit läuft's besser.

Nach 4 Jahren Pause: mal wieder Müggelsee

Nach 4 Jahren Pause: mal wieder Müggelsee
22. Oktober 2017 Marek

Startgeplänkel © www.mtmedia.de

Die ersten 7 Ausgaben bin ich noch mitgelaufen und ich hätte sicher Chancen auf den Teilnahmerekord gehabt. Aber irgendwann wurde es mir einfach zu überlaufen. Der Müggelsee-Halbmarathon findet seit 2007 statt und die nunmehr 11. Auflage habe ich heute aktiv miterlebt. Wenn auch nur etwas aus der Not heraus, weil der Schlaubetal-Marathon aufgrund der Xavier-Sturmschäden leider abgesagt werden musste. Halbmarathon – wenn man von dem Spreewald-HM 2016 im Rahmen der Läuferkrone (HM+M) absieht, bin ich im Januar 2016 das letzte Mal über diese Distanz unterwegs gewesen.

Das Wetter zeigte sich in bester Herbst-Manier, nach durchregneter Nacht kam pünktlich zum Start die Sonne raus und begleitete uns auf die Strecke. Die mir, bis auf die kleine Wald-Schleife bei km1,5, wohl bekannt war. Einige matschige Passagen kosten schonmal einige Körner, dann ist auch schon der Spreetunnel erreicht. Hier ist nach dem Treppen-Ab-und-Auf der Rhythmus raus und es dauert einige Kilometer, bis ich wieder im Lauf-Groove bin. Seit km3 habe ich Position 6 inne, womit ich zu dem Zeitpunkt absolut leben und laufen kann. Ivan klebt an meiner Ferse, bis km13 hinter der Triglaw-Brücke kann ich ihn noch halten, bevor er leichten Schrittes an mir vorbeigeht.

km12, Ivan in blau hinter mir

Ich sehe mein Ende gekommen, aber ich kann ihm komischerweise recht gut folgen und beschließe bei km15, das Tempo etwas anzuziehen und wieder vorbeizugehen. Natürlich wird es jetzt zunehmend schwerer, vor dem Müggelhort zieht dann das Dreiergespann um Brian, Wilhelm und eben Ivan an mir vorbei. Hier ist die Strecke wieder richtig rutschig und matschig vom Regen. Dann zieht sich die Gruppe auseinander. Brian läßt uns stehen und ich kann nur mit großer Anstrengung an Ivan dranbleiben, den ich bei km19 wieder einkassiere. Zu mehr reicht es dann nicht, Wilhelm hat zwar nur 15m Vorsprung, aber die Lücke kann ich bis ins Ziel nicht mehr zulaufen.

Am Ende steht dann unerwarteterweise eine neue Bestzeit. Die aber getrübt ist von der offensichtlich zu kurzen Strecke. Die meisten hatten ca. 500m weniger auf der Uhr. Das ärgert mich dann, auch wenn ich mit meinem 8. Gesamt-Platz durchaus zufrieden sein kann, immerhin habe ich dieses Jahr nur auf Sparflamme trainiert. Die AK-Siegerehrung ist dann auch peinlich unorganisiert, zumal die meisten der Aktiven die Szenerie dann schon wieder verlassen hatten. Der Veranstalter sollte endlich einmal über ein Teilnehmerlimit nachdenken, da die Location soviele Menschen einfach nicht trägt. Aus diesem Grund wird es wahrscheinlich auch mein vorerst letzter Auftritt dort gewesen sein. Nächstes Jahr will ich schließlich endlich mein 2016er-DNF im Schlaubetal wieder ausmerzen!

7 Kommentare

  1. Henrik 4 Wochen vor

    Wow! Das ist doch mal eine Ansage. Super gelaufen! Schade, dass der Veranstalter die eigentlich familiäre Veranstaltung so aufgebläht hat. Ich habe noch einige gute und weniger gute Erinnerungen an den Müggelsee… Glückwunsch zur Hammer-Zeit! Aber wieso soll die Strecke nun 500 Meter kürzer als sonst gewesen sein? Ist die Wegführung geändert worden oder spielt nur das GPS nach dem Tunnel verrückt?

    • Autor
      Marek 3 Wochen vor

      Die Wegführung ist minimal geändert worden, um die Pendelstrecke zu vermeiden, aber das hat eher zu einer Verkürzung statt Verlängerung geführt. Habe eben nochmal per gpsies nach gemessen und komme da auf 20,8km. Mir ist es unverständlich, zumal die paar 100m locker in dem ersten Waldstück rausgeholt werden könnten. Nunja, wenn man es denn weiß…kann mich noch an unsere lange Runde da erinnern, du hattest Knie glaube ich.

  2. Hi Marek,
    das ist doch klasse und mein Glückwunsch… Eine sehr gute Zeit und an den Bildern sieht man schon Deine Lauffreude pur. Irgendwann auch mal beim Müggelsee-HM mitmachen, nicht immer nur Marathonläufe…
    Schöne Medaille!
    Egal, ob man 500m weniger oder mehr ist, Du läufst ja nicht für die Olympiade ;o) ! Hauptsache, Spaß am Laufen darf nicht verlieren….

    • Autor
      Marek 3 Wochen vor

      Kannst ja dann 2x rumlaufen Robert, wenn es dir zu kurz ist 🙂 Wie beschrieben, der Lauf ist eingeschränkt empfehlenswert, wenn ich nicht von vorne starten würde, käme ich wohl nie auf die Idee, dort mitzulaufen. Ich weiß ja, wie schwer es ist, mit so einem Event überhaupt über die Runden zu kommen, aber dann muss man eben auch ehrlich sein und zugeben, dass die Location eben nicht für soviele gemacht ist. Schön, dass die Veranstaltung über die Jahre bekannter geworden ist, aber ich finde, das ist man auch den zahlenden Teilnehmern schuldig, dort auch qualitativ etwas zu bieten, so dass sich der Läufer dort nicht vorkommt wie beim Berlin-Marathon in Startblock F.

  3. Din 2 Wochen vor

    Klasse. Dafür, dass du auf Sparflamme trainiert hast, lief das doch sehr kämpferisch. Ich kenne leider nur Teile der Strecke, weiß aber, wie anspruchsvoll die sein können. Vor allem mit den Stufen. Herzlichen Glückwunsch!

    Ich hatte den Lauf eigentlich auch auf dem Plan, aber irgendwie sind meine Beine seit Dezember nicht so WKlustig. Aber bei der schönen Medaille ärgere ich mich schon, dass ich mich nicht über die Strecke geschleppt habe. Irgendwann bin ich aber mal dabei.

    • Autor
      Marek 2 Wochen vor

      Danke Nadin, ich verbinde einige Erinnerungen mit dem Müggelsee, das war früher meine Hausstrecke. Leider ist der Lauf mittlerweile so groß und unpersönlich geworden. Ganz einfach ist die Strecke nicht, das stimmt schon. Daher ist es etwas tricky mit den Bestzeiten. 2018 mache ich aber einen neuen Versuch im Schlaubetal!

  4. Patrick 1 Tag vor

    Hi Marek,

    große Glückwünsche! Schöne Medaille! 🙂

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