Zu zweit läuft's besser.

BIG25 oder: ein perfekter Lauf?

BIG25 oder: ein perfekter Lauf?
10. Mai 2012 Marek

Die Schlagzahl bleibt hoch: Henrik hat am letzten Samstag erfolgreich zum ersten Mal den Fisherman’s Friend StrongmanRun gelaufen. Ich hatte auch mit dem Start geliebäugelt, aber ich hätte meine Family aufgrund der weiten Anreise aus Berlin Freitag und Samstag allein lassen müssen. Das war es mir dann doch nicht wert. Das kleinere „Übel“ war dann der Sonntagvormittag – ich hatte mich am Donnerstag auf dem letzten Drücker noch für die BIG25, die 25km von Berlin, angemeldet. Zwei Wochen nach meiner Marathon-Premiere, vielleicht nicht so die beste Idee, möchte man meinen. Aber manchmal hat man einfach ein gutes Gefühl für den Wettkampf und das hat mich dieses Mal nicht getäuscht. Da auch das Wetter super mitgespielt hat – kühle 15°, kein Vergleich zu dem Hitzelauf vor einem Jahr – bin ich volles Risiko gegangen und die ersten 10km schnell losgelaufen. Zum Glück konnte ich den dieses Jahr anscheinend willkürlich vergebenen Startblock von B4 auf B1 ändern lassen. So habe ich schnell viel Platz und lief weitesgehend allein. Solange, bis die Halbmarathonläufer aus dem Tiergarten wieder auf die 25km-Strecke einbiegen. Danach beginnt ein richtiger Slalomlauf. Am Potsdamer Platz schließe ich mich kurz vorher einer Gruppe an, die knapp unter 4min/km unterwegs war. Das Tempo ist perfekt an diesem Tag. Ich kann sehr gut mitschwimmen und bin überrascht, als ich Milosz bei km19 zu Gesicht bekomme. Er klagt bei seinem HM über Krämpfe, versucht kurzzeitig mitzulaufen, läßt dann aber wieder abreißen. Ich fasele noch etwas von „01:39 kann es werden“ und schüttele danach selbst den Kopf. Was hatte ich da gerade prophezeit? Der einzige nennenswerte Anstieg endet mit der HM-Marke am „Theo“. Ich flitze bei 01:23 durch. 2min unter meiner bisherigen Bestzeit. Das kann tatsächlich aufgehen! Danach geht es bergab, bevor das Olympiastadion in Sichtweite kommt. Dass es noch 2km zum Ziel sind, ist mir aus den letzten Jahren bewußt. Ich bleibe weiter an den schnellen Jungs dran. Vor dem Stadion zerfällt die Gruppe. Klar heißt es jetzt: Zähne zusammenbeißen, Endspurt. Der Einlauf durch den Tunnel hinein ins Stadion ist einfach der Wahnsinn. Trommler, Lichteffekte, Gänsehaut überzieht mich auch dieses Mal. Die letzten 300m im Stadion gehen wie von selbst. Meine Traumzeit wird real, ich kann es selbst kaum glauben. Satte 38min schneller als im letzten Jahr. Das muss erstmal sacken. Ich erblicke Britta und die Jungs und wir treffen uns oben wieder. Es ist fantastisch, wenn man solch einen Support hat. Danke dafür!!! Das hat sich ja nicht zuletzt beim Spreewaldmarathon mehr als ausgezahlt. Mit etwas Sorge blicke ich auf den „Run for Kenya“ am Samstag. Gestern bin ich mit dem MTB gestürzt und habe einige Blessuren davongetragen. Zum Glück wohl nichts gebrochen oder gerissen. Gestern habe ich für den Lauf noch ein Interview mit der MAZ gemacht, welches morgen erscheint. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen!

6 Kommentare

  1. Gerald 5 Jahren vor

    38 Min Steigerung gegenüber dem Vorjahr, wie machst du das?
    Und nochmals Glückwunsch zum 4 Platz in deiner AK!

  2. Manuela 5 Jahren vor

    Super! Toll gemacht! Ich war auch gemeldet aber konnte leider nicht laufen 🙁

  3. Henrik 5 Jahren vor

    „Am Potsdamer Platz schließe ich mich kurz vorher einer Gruppe an, die knapp unter 4min/km unterwegs war.“ Kann ich den Schlüssel haben? Also ich finde die Zeit nach wie vor unglaublich und du hast immer noch nicht verraten, wie diese Zeugs heißt! Glückwunsch zu diesem Ritt, jetzt reicht es langsam mit den Bestzeiten, lass‘ mir doch wenigstens eine übrig.

  4. Sven 5 Jahren vor

    Glückwunsch zu der super Zeit.

  5. Hannelore Lange 5 Jahren vor

    Hallo Marek, du läufst ja Super Bestzeiten! Habe deinen Bericht wieder mit Spannung gelesen, 38 Minuten besser , es ist kaum zu glauben.Meinen Glückwunsch zu dieser Leistung.

  6. absolute gratulation, du bist grad vom anderen stern! 🙂

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