Zu zweit läuft's besser.

Von Steffny über die Gurke bis zur blauen Bahn

Von Steffny über die Gurke bis zur blauen Bahn
25. April 2014 Marek

IMAG0614Ein kurzes Stechen ist es. Für einige Male ist der rechte Fuß nicht mehr zu 100% belastbar. Danach geht es aber wieder. Nicht mehr weit bis zum Ziel, durchziehen. Dieser Moment spielte sich auf Kilometer 8 des Airport Night Runs vor zwei Wochen auf der neuen südlichen Landebahn des BER ab – auf dem Flughafen, der irgendwann mal ein richtiger Flughafen werden sollte. Aber bis zur Eröffnung werden noch einige Jahre ins Land gehen und so nutzten die Läuferscharen zum wiederholten Male diese günstige Gelegenheit. Die 10km waren der erste Wettkampf, den ich seit Oktober bestritten habe und es lief sogar besser als ich es mir vorher ausgemalt hatte. Wenn da nicht dieser eine Moment gewesen wäre, der mir im Nachgang dieses tollen Rennens Kopfzerbrechen bereitet. Schon auf dem Rückweg zum Parkplatz merke ich: da stimmt was nicht. Ein lockeres Auslaufen ist partout nicht mehr möglich. Das Auftreten auf dem rechten Ballen schmerzt.

IMG_4136Dabei hatte ich mich doch fast das gesamte letzte Jahr mit meinen Fersen beschäftigt. Diese Probleme bin ich zwar noch nicht 100% los, aber mit der konsequenten Umstellung auf das Vorfußlaufen und dem Einsatz der Minimalschuhe bin ich schon ein gutes Stück vorangekommen, so dass der letzte Teil in Sichtweite ist. Und nun plötzlich der Vorfuß, der zudem meine Planung für dieses Wochenende kräftig durcheinanderwirbelt: aus dem ursprünglich geplanten Frühjahrsmarathon in Burg im Spreewald war eh schon ein Halber geworden, aber auch der macht mit dem schmerzenden Ballen keinen Sinn. Nach dem Tempotraining am Dienstag konnte ich diese Woche nicht mehr laufen. Und das, obwohl auch die letzte Woche nach dem 10er so gut wie nichts ging. Gute Voraussetzungen für einen schnellen Halbmarathon sehen wahrlich anders aus. Jetzt werde ich morgen einen kurzen Belastungsversuch unternehmen, aber ich mache mir kaum noch Hoffnung auf eine Wunderheilung, so dass ich für Sonntag schweren Herzens zu 90% passen muss. Ein großes Drama wäre es nicht, nach all den Rückschlägen im vergangenen Jahr werde ich auch damit umgehen können. Im Moment vermute ich einfach eine Überlastungserscheinung durch die neue Wettkampfsituation, die ich mit den ungedämpften Schuhen noch nicht hatte.

DSCN3796Für Britta stehen am nächsten Wochenende schon die 10km im Rahmen der BIG25 an. Passend dazu haben wir uns heute von Herbert Steffny Inspirationen für die optimale Trainingsplanung geholt. In der Alten Feuerwache in Eichwalde hat er gekonnt seine Erfahrungen für ein passendes 10km-Training weitergegeben und mit einigen Lauf-Mythen aufgeräumt. Seine Tips wollen wir bestmöglich für die in 4 Wochen stattfindende 4. „Nacht im Grünauer Forst“ nutzen. Heute mit dabei waren Jonas Engler und Daniel Naumann, beide sehr schnelle Läufer aus der Berliner Umgebung. Jonas wird am 4.5. in Hamburg sein Marathondebüt geben, bevor er am 24.5 in Grünau seinen 4. Sieg in Folge erlaufen wird. Auch Horst Milde, der Berliner Marathonvater, mischte sich unter die Zuhörer. Ein kurzweiliger Abend, bei dem Britta die Gelegenheit nutzte, sich mit dem „Marathontraining für Frauen“ einzudecken. Die persönliche Widmung war natürlich inklusive. Die blaue Bahn im Olympiastadion ruft. Weiter schauen wir heute (noch) nicht.

9 Kommentare

  1. Andreas 3 Jahren vor

    Die Erfahrung habe ich übrigens schon mehrfach gemacht: Im Rahmen eines Wettkampfs oder intensiven Trainings werden Verletzungsprobleme einfach vom Körper (oder der Wahrnehmung?) ausgeblendet und kommen erst hinter der Zielline – oder mit aller Macht am nächsten Tag – wieder zum Vorschein…

    Ich laufe im Moment auch unrund, habe das Problem aber erst seit 3 Wochen. Da hast du ja schon eine längere Geschichte hinter dir. Ich drücke dir die Daumen für eine baldige 100%-Genesung!

    • Autor
      Marek 3 Jahren vor

      Klar, im Wettkampf hat man ganz andere Sorgen 🙂 Hoffe bei dir läuft es auch bald wieder rund! Die 100% zu erreichen wird aber wohl schwer.

  2. Henrik 3 Jahren vor

    Marathontraining für Frauen – Nachtigall, ick hör dir trapsen!

  3. Chief Balla 3 Jahren vor

    Auweh, ärgerlich dass mit dem Ballen… aber wahrscheinlich war die Absage wirklich die richtige Entscheidung, nen eh schon halbierter Marathon ist es nicht wert dafür noch längeren Ärger zu riskieren… Irgendwie ist das zur Zeit in, musste nen geplanten 30er Trainingslauf am Montag wegen Knieproblemen bei 20 abbrechen. Schiebe es auf eine ungewohnte Schuh/Einlagenkombination, hoffe mal die BIG25 auf die blaue Bahn am Sonntag laufen besser. Mit den erprobten Marathonschuhen, die werden ja wohl 25 läppische Kilometer packen.

    Britta wünsche ich viel Erfolg beim 10er… geniess die „kurzen“ schnellen Läufe, jetzt so lange Dich das Buch noch nicht angesteckt hat 🙂

    • Autor

      Hey Chief, da hat ja alles gepaßt bei dir oder? Konnte eine gute 02:17 in der Ergebnisliste ausmachen – Glückwunsch dazu!

  4. Din 3 Jahren vor

    Das tut mir sehr leid zu lesen und ich hoffe, dass es sich bedeutend schneller wieder gibt als die Fersengeschichte. Bei mir war die auch von einem Tag zum anderen verschwunden. All das Training für die Füße hat sich dann doch ausgezahlt. Hoffentlich geht es bei dir dann auch am Ballen bald wieder.

    Liebe Britta, ich wünsche dir ganz viel Spaß und Erfolg!

    • Autor

      Nadin, das ist schön zu hören, dass die Fersen bei dir wieder Ruhe gegeben haben. Bei mir sieht es nun nach langer Zeit auch wieder viel besser aus. Schmerzen habe ich zwar noch, aber ich habe das Gefühl, dass die bald verschwinden werden. Die Ballengeschichte ist auch noch nicht durch, aber das behindert mich zumindest auf den kürzeren Distanzen kaum noch. Britta hat die BIG25 auch gut überstanden, wenngleich sie aufgrund der Seitenstechen mit ihrer Zeit nicht so zufrieden war. Aber Samstag ist ja schon die nächste Gelegenheit beim Berliner Frauenlauf. Schlag auf Schlag geht es! Bleib weiter so fleißig beim Training!

      • Din 3 Jahren vor

        Lieben Dank!

        Es freut mich, dass es bei dir wieder bergauf geht. Weiterhin alles Gute.

        Schade, dass Britta nicht so zufrieden war. Hoffentlich lief es beim Frauenlauf besser. Es soll ja wieder sehr voll gewesen sein.

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