Zu zweit läuft's besser.

Neukölln ist nicht überall

Neukölln ist nicht überall
13. Januar 2013 Marek

Das höchste Hochhaus BerlinsStolze drei Jahre ist es nun her, dass ich den traditionellen Berliner Tower-Run in Angriff genommen habe. Und drei Jahre sind genug. Zumindest kam ich zu dieser Erkenntnis, weil mein Laufkilometer-Konto in 2013 noch nicht großartig befüllt ist und ich mich in Erfahrung unserer bisherigen Treppenläufe zu erinnern meinte, dass regelmäßiges Lauftraining nicht unbedingt von großem Vorteil für ein gutes Abschneiden bei solch einer Veranstaltung ist. Nunja, nachteilig ist es sicher auch nicht, aber irgendwie mußte ich mir meine nicht vorhandene Vorbereitung ja schönreden. Auflage Nummer 13 am 13.Januar versprach gut besucht zu werden, knapp 100 Anmeldungen konnte ich schon vorher ersehen. Meine Meldung erfolgte erst um kurz nach 11:00, aber da das „Masters“ (so die Bezeichnung des Hauptlaufs) erst um 11:40 angesetzt war, reichte das noch dicke. Beim Warmmachen auf dem Parkplatz vor Berlins höchstem Hochhaus versuchte ich jemanden von den Flitzpiepen zu entdecken, aber ich hatte keinen Erfolg. Der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky, gab den Startschuss zum ersten Lauf. Er harrte in der Kälte noch aus, nachdem auch der Hauptlauf durch war. Nachdem zwei Parkplatzrunden gemeistert waren (ca. 400m), ging es mit Elan ins Treppenhaus, 465 Stufen warteten auf die tapferen Treppenläufer und die, die es noch werden wollten. Der Offenbarungseid kommt spätestens nach 5 Etagen, mit Laufen hat das Gestolpere dann nur noch ansatzweise etwas zu tun. Geschätzt im Mittelfeld sortiere ich mich am Eingang ein, einige rennen die ersten 400m, als ob es schon da etwas zu gewinnen gäbe. Die Realität holt aber alle irgendwo im dunklen, trockenen Treppenhaus wieder ein. Einen Vorteil hat das Ganze: das Gequäle ist nur von kurzer Dauer. Auch wenn der Zustand einiger Läufer danach an einen an der Kotzgrenze gelaufenen 10km-Lauf erinnert. Olli von den Flitzpiepen entdeckt mich dann in der 30. Etage. „Etwas unter 5min“ hat er gebraucht, das hört sich sehr gut an. Das wird sicher nicht das letzte Event gewesen sein, das wir gemeinsam bestreiten! Dann aber wahrscheinlich nicht in Berlin-Neukölln.

2 Kommentare

  1. Henrik 4 Jahren vor

    Schönes Kraftausdauertraining, so ein Treppenlauf. Wenn das der Wiedereinstieg ins Training war, umso besser. Also im Mai dann wieder SkyRun in Berlin? 😉

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*