Zu zweit läuft's besser.

Gelesen: 42.195 – Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken

Gelesen: 42.195 – Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken
20. September 2015 Henrik

IMG_1047Für die Lesung des aktuellen Buchs von Matthias Politycki im Literaturhaus fand sich Martin Grüning extra in München ein. Der Autor las ein paar Kapitel aus seinem Buch und der Chefredakteur stellte philosophische Fragen. Das Buch hatte ich schon vor der Lesung gekauft. Und es hat sich gelohnt.

Gleich im „Starterbereich“ erläutert Politycki, dass er das Buch nicht für all jene geschrieben hat, „die bei einem Rennen in der ersten Welle starten“. Sondern für alle diejenigen, die verstehen wollen, was Läufer antreibt und was hinter dem Laufzauber steckt. Jedem Kilometer widmet der Autor ein Kapitel und nimmt den Leser mit auf die Reise von Start zum Ziel des Marathons. Eine sehr unterhaltsame Reise, die immer wieder schmunzeln lässt. Denn egal, auf welchem Level man läuft: die Herausforderungen sind für alle gleich. polytickiIch habe mich in den Schilderungen oft wiedergefunden. In zahlreichen Fußnoten werden typische Begriffe des Läuferjargons erläutert, damit auch bekennende Nichtläufer ohne Probleme folgen können. Herrlich, wie Politycki über die tatsächliche Streckenlänge des Marathons, die legendäre blaue Linie und die lieben Mitläufer erzählt. Immer wieder flechtet er die Meinungen seiner Lauffreunde Marion, Seb, Onkel, Jörg, Majorna und natürlich seines Trainers JP ein. Letzterer wird mit dem Buch wohl in Hamburg zur Legende. Auch dem Runners High wird ein sehr schönes Kapitel namens „Der Andere Zustand“ gewidmet. Steckt hier die Antwort auf die große Frage, warum wir laufen?

Es wird nie langweilig, weil einfach alle Läuferthemen beleuchtet werden. Nicht immer furchtbar ernsthaft. Sogar an die Unterscheidung von Joggern und Läufern wagt sich Politycki. Der „Zielbereich“ liefert ein versöhnliches Fazit, das mir -wie das gesamte Buch- sehr gut gefallen hat.

10 Kommentare

  1. Hans 2 Jahren vor

    Dieses Buch war eine der besten Urlaubslektüren diesen Sommer 🙂

  2. Dann können wir ja am Wochenende Bücher tauschen – Kenia gegen Marathon 🙂 vor Sonntag schaffe ich aber nicht mehr, es zu lesen!

  3. Manu 2 Jahren vor

    Ich habe das Buch auch noch hier liegen und bin schon auf die Lektüre gespannt!

  4. Jörg 2 Jahren vor

    Also ich fand es eher so „Naja“

    • Autor
      Henrik 2 Jahren vor

      Was hat dir nicht so gefallen?

      • Frauschmitt 2 Jahren vor

        Vielleicht kann ich antworten, ich bin nämlich bis jetzt auch noch nicht so überzeugt (bin etwa in der Mitte). Ich finde, es ist eher für Nichtläufer geschrieben, denn es wird sehr viel erklärt, was man uns nicht mehr erklären muss. Mein Eindruck ist außerdem, dass es ein ziemlich männliches Buch ist, ich konnte mit vielen Ansichten deshalb nichts anfangen. Ein Kapitel widmet sich dem Thema „laufende Frauen“ und darin wird erklärt, warum laufende Frauen nun mal nicht anmutig sind. Sowas kann ich wirklich nicht ernst nehmen. Ich sehe immer wieder superknackige, elegante, schick angezogene, fröhliche und überaus anmutige Frauen auf der Strecke. Und auch die Männer sind nicht hager oder irgendsoein Käs. Und manchmal finde ich das Buch auffallend schlecht gelaunt, dafür, dass es um so eine schöne Sache geht. Ja, es ist viel männliches Fighten drin, mit einem Hauch Midlifecrisis. Das ist nicht so meins. Stilistisch hat es mich auch nicht so gepackt (z.B. im Gegensatz zu „Born to run“) Es fehlt mir an Herz, Feuer und Begeisterung. Aber vielleicht kommt das ja noch.

        • Autor
          Henrik 2 Jahren vor

          Kann ich nachvollziehen, Heidi. Ich mag diesen trockenen, nüchternen Stil. Wenn ich Motivationsbücher brauche, dann muss ich mir halt den Strunz kaufen ;). Und das Kapitel mit den Frauen, das fand ich auch nicht wirklich spannend, aus Gründen.

          • Frauschmitt 2 Jahren vor

            Strunz wäre einer zuviel. Ich will kein Adler sein. 😀

  5. runningflooo 2 Jahren vor

    Ich bin sehr gespannt drauf, habe es schon seit einiger Zeit hier zu Hause liegen 😉

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