Zu zweit läuft's besser.

#roadtoTAR

#roadtoTAR
10. April 2016 Henrik
Strecke TAR 2016 / Bild: PLAN-B (transalpine-run.com)

Strecke TAR 2016 / Bild: PLAN-B (transalpine-run.com)

Die Superlativen gehen regelmäßig aus, wenn wir vom Transalpine-Run sprechen. Die Alpenüberquerung im Laufschritt ist ein (hoch-)alpiner Extremlauf, den Läufer sicher nicht spontan in den Laufkalender für den nächsten Monat schreibt. Das ist ein Projekt. Und zu einem Projekt, das gelingen soll, gehört eine realistische Planung. Aber zunächst muss jemand die Idee haben.

Wir haben Mitte vergangenen Jahres beschlossen, dass wir das Laufjahr 2016 anders gestalten. Mehr Läufe, die bisher nicht auf dem Radar waren, mehr Laufen abseits der Straße und vor allem: mehr gemeinsame Läufe, idealerweise als Team. Und es gibt halt ein Ding, das ist wie für uns gemacht. Beim Transalpine-Run läuft man als Zweierteam. Wir haben auch schon früher Ende/Anfang September Richtung Alpen geschielt, aber das war mehr ein bewunderndes Staunen und der blanke Neid. Läufer, die sich mit Trinkrucksäcken in acht Etappen im Laufschritt über die Alpen schoben. Verrückt. Nichts für uns. Aber diese Stimmung! Und die Kulisse erst! Vielleicht irgendwann mal. Ja aber wann denn eigentlich? Aus dem ungefähren Traum wurde also der Beschluss.

2016 – da machen wir’s!

Wir haben hin- und herüberlegt und als der Termin für dieses Jahr veröffentlicht wurde, kam schon der erste Rückschlag. 2016 wird eine Woche später als 2015 gelaufen. Die erste Woche, in der die Berliner Schulferien vorbei sind. Aber das wird nicht die einzige logistische und finanzielle Herausforderung bleiben. Es muss so ziemlich alles dem großen Ziel untergeordnet werden. In Brixen ankommen oder nicht. Vor diesem Hintergrund haben wir geplant.

#roadtoTAR November 2015

Das Bild stammt aus einer Präsentation vom November 2015. Hier hatten wir die #roadtoTAR skizziert und mit konkreten Meilensteinen versehen. Meilenstein #1 (Transgrancanaria) ist abgehakt. Leider nur von 50% der Running Twins, aber dafür hat Marek sehr erfolgreich in Berlin Höhenmeter gesammelt. Der Mai wird ein heißer Tanz, wenn wir zunächst den Wings for Life World Run in/um München und nur zwei Wochen später den Supermarathon im Rahmen des Rennsteiglaufs bestreiten werden. Viel Zeit bleibt nicht für Regeneration, Ende Juni geht es traditionell in den Harz zum Trailrunning mit der deutschsprachigen Laufbloggergemeinde (das Laufbloggercamp). Über dem Swissalpine steht ein großes Fragezeichen. Der K42 im Vorjahr war ein klasse Event, aber die Planung ist hier wohl zu optimistisch. Wenn, dann käme der K78 spontan in den Kalender, ganz abhängig vom Trainingszustand. Zudem würde ich gerne mal den Reschenseelauf anschauen, der zwei Wochen vor dem Swissalpine stattfindet und für den man kein kostspieliges Wochenende in Davos verbringen müsste. Die „100 Meilen von Berlin – der Mauerweglauf“ sind uns ein Herzensanliegen. Berlin ist unsere Heimatstadt und wenn sich die Gelegenheit bietet, als Zweierstaffel die 161 Km entlang des ehemaligen Mauerverlaufs zu laufen, wie könnten wir da ablehnen. Da aber nur noch drei Wochen Regeneration bis zum TAR wären, steht auch der Mauerweglauf unter Vorbehalt unserer körperlichen Verfassung. Zumal nicht wie angenommen zwei Mal 80 Km, sondern 91 Km und 70 Km zu laufen sind.

Wir sind auf dem Weg nach Garmisch.

 

19 Kommentare

  1. Andreas 1 Jahr vor

    Wow, ehrfürchtiges Staunen…! Ihr habt wirklich einen Plan und ich drücke euch die Daumen. Beim Laufbloggercamp im Harz wird ein erstes Zwischenfazit gezogen 😉 Und beim Mauerweglauf sehen wir uns hoffentlich zumindest am Start.

    • Autor
      Henrik 1 Jahr vor

      Ein Plan ist ein dokumentierter Wunsch, hab ich mal gelesen ;). Im Harz wissen wir in der Tat schon mehr, wohin sich das Training entwickelt. Und schön, dass wir dich einige Male auf unserem Weg nach Garmisch sehen, Andreas!

  2. Daniel 1 Jahr vor

    Eine krasse Planung, aber der TAR ist auch kein einfaches Läufchen, ich drücke die Daumen, dass die Lauf- und Logistikplanung aufgeht. So etwas macht man immerhin nicht jedes Jahr, dann sollte es auch alles wie gewünscht laufen.

    • Autor
      Henrik 1 Jahr vor

      Danke, Daniel. Bei dieser „Once-in-a-lifetime-experience“ darf zumindest in den unmittelbaren Vorbereitungswochen nicht viel passieren. Wir arbeiten darauf hin, auch die mentale Vorbereitung ist nicht zu unterschätzen.

  3. Marek 1 Jahr vor

    VORFREUDE!

    Ich denke, da haben wir einen recht ordentlichen (und ehrgeizigen) Fahrplan. Sicher wird es hier und da zu Abweichungen und Verspätungen kommen, aber bei einer Sache bin ich mir ziemlich sicher: wir werden am Nachmittag des 10.09.2016 gemeinsam durch den Zielbogen in Brixen laufen.

    • Autor
      Henrik 1 Jahr vor

      Quark, wir werden pünktlich zum Mittagessen im Ziel sein.

      • Bianca Meyer 1 Jahr vor

        Das sehe ich wie Henrik, ZUM MITTAGESSEN 🙂

        • Marek 10 Monaten vor

          Zum Mittagessen hat es nicht ganz gereicht, Henrik hat sich ja noch den kleinen Bach genauer angeschaut ca. 12km vor dem ersehnten Ziel 🙂 aber es haben ja auch so alle auf uns gewartet.

  4. Din 1 Jahr vor

    Das nenne ich doch mal einen Plan für ein irres Projekt. Aber mit diesem Plan legt ihr sicher super Grundlagen, um das Projekt auch zielführend umzusetzen. Echt klasse.

    Vielleicht treffen wir uns ja bei 100 Meilen Berlin. Wer da nicht alles läuft. Bin dieses Jahr auch mit dabei, aber über eine ganz Distanz in einer Staffel. Falls ihr zu flink seid – also davon gehe ich mal aus, sehen wir uns beim WK Briefing. Was ein Hit. Das Ziel für die 100 Meilen ist echt Granate. Großartig. Ich halte euch die Daumen!

    • Marek 1 Jahr vor

      So ganz naiv sind wir ja zum Glück nicht zu glauben, dass der TAR im Vorbeigehen erledigt werden kann. Aber unsere Erfahrungen im Ultra-Bereich sind noch sehr dürftig, so dass es einiges an Lernpotential und Anfängerfehlern geben wird. Auf die 100 Meilen freuen wir uns auch ganz besonders. Das wird bestimmt eine spezielle und unvergessliche Veranstaltung. Weiß auch nicht mehr, wer von uns beiden da dieses Ziel ausgegeben hat *G*.

  5. Bianca Meyer 1 Jahr vor

    GROOOOOOOOOOOOOOOOOOSSARTIG!
    Der Plan liest sich wie das Best-of der Laufszene. Ich drücke euch beiden alle Daumen!!!

    Und falls es beim Mauerweglauf auch eine 3er-Staffel gibt, würde ich euch unterstützen; dann wäre das quasi nur ein kleiner Trainingslauf ;-).

    Zum Wings for Life hätte ich noch eine kleine Frage zur Zielsetzung:
    Top15 in D oder weltweit????
    Mir schlottern die Knie vor der Antwort.

    • Marek 1 Jahr vor

      Danke Chefin, wir werden viele der Daumen auch wirklich brauchen. Mauerwegstaffel besteht entweder aus 2, 4 oder 10 Teilnehmern. Sonst hätten wir dich ja schon gefragt 🙂

      Zum WFLWR: war natürlich auf Deutschland bezogen. Aber das eigentliche Ziel ist ja gar nicht erwähnt und bezieht sich auch nicht auf uns: Platz 1 (w). Du weißt, wer gemeint ist :-). Und das natürlich möglichst weltweit!

  6. Laufhannes 1 Jahr vor

    Der Plan sieht spitze aus und so, wie ihr aktuell unterwegs seid, habe ich keine Zweifel an eurem Erfolg!

    Den WFLWR und den Rennsteiglauf hatte ich mit einem Fragezeichen auch in meinem Plan, aber da der WFLWR bereits ausgebucht ist, habe ich mir die Entscheidung einfach mal wieder abnehmen lassen. Dafür dann auf jeden Fall schon mal viel Spaß!

    Und die Strecke für den Harz habt ihr also schon geplant? Und wollt ihr tatsächlich schon am Freitag (24.06.) loslaufen? So langsam sind wir doch nicht! 😉

    • Autor
      Henrik 1 Jahr vor

      Danke, Hannes. Aber Rennsteig?

      Die Strecke für den Harz ist noch geplant, aber wir sollten Marek da nicht wieder ranlassen. In diesem Jahr haben wir auf jeden Fall genug Akkuleistung, um 12h zu navigieren ;). Ich habe da keine SORGE.

      • Marek 1 Jahr vor

        Ach, meine Strecke war ja wohl top. Ich hatte nur letztes Jahr das Problem, dass ich „gegen Ende“ nicht mehr so recht hinterherkam und meine letzten Gehirnzellen für die Sauerstoffversorgung meines ELENDs erforderlich waren. Sonst hätte ich uns natürlich völlig orientierungssicher in Richtung SORGE gelotst 🙂 Und bei 16h Sonne, da können wir uns ruhig etwas mehr Zeit im Brockenwirt gönnen!

        • Autor
          Henrik 1 Jahr vor

          „Gegen Ende“ am Staudamm… stimmt, da waren es nur noch ein paar Meter bis Hohegeiß!

    • Laufhannes 1 Jahr vor

      Am Rennsteig-Tag steht inzwischen auch etwas Anderes im Kalender. Ich werde meine Trainingsläufe wohl größtenteils ohne Wettkampfcharakter alleine machen. Ich muss nur schauen, dass ich höhenmetertechnisch irgendwie mit euch mithalten kann. Da seid ihr ja deutlich besser in Übung. Aber SORGE habe ich auch keine, ich freue mich nur auf das ELEND.

      … und meine Fenix hat angeblich ja 20h Akkuleistung, wobei ich die Navigation eigtl nie teste. Ich weiß nicht, wie sehr das zusätzlich am Akku nagt. Aber mit Powerbank lässt sich die Uhr auch unterwegs laden.

      Übrigens: Wir haben uns ja einen der längsten Tage ausgesucht. Sonnenaufgang: 5:01 Uhr, Sonnenuntergang: 21:38. Das macht 16:37 … #justsayin

      • Autor
        Henrik 1 Jahr vor

        Ja ja, da hat sich der Herr Organisator ganz uneigennützig was bei der Terminauswahl gedacht. Die 20h deiner Fenix brauchen wir hoffentlich nicht, die Suunto sollte das mit angeschalteter Navigation auch schaffen. Aber bitte, mach diese Zahl weg, zwanzig Stunden…

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