zugspitzlauf-lubars-2009-e28093-193Es hätte sicher gute Ausreden gegeben. Marek leider nicht dabei, eine leichte Zerrung im Oberschenkel, der Stress wegen der Logistik -um 17:30 landete erst mein Rückflug in Tegel-, aber sind das nicht eher Herausforderungen? Also zog ich mich noch am Gate um, rein in die Laufklamotten, auf zum Zugspitzlauf Lübars. Das Wetter war perfekt, die Sonne senkte sich langsam über den Müllberg und nur wenig Wind. Der Start verzögerte sich wegen Problemen mit der Zeitmessanlage. Zum ersten Mal bekam ich einen “Zeitmesschip” von davengo, das ist kein Chip in der Startnummer, sondern eine dünnes Plättchen, das man an den Schnürsenkel bindet. Wie auch im letzten Jahr gab es eine Einweisung durch den Laufwart, der vor den unzähligen Wassertraversen auf der gesamten Strecke warnte – gemeine Stolperfallen. Um 19:15 Uhr ging es dann aber endlich los. Der Respekt vor der Strecke war allen Startern anzumerken.

Ich lief relativ schnell an, die erste Steigung ging noch locker, zumal sie sich lange hinzieht. Dann wieder am Start vorbei und durch den Wald am Kleinen See entlang. Das Feld war schon auseinandergezogen. Die Serpentinen hinauf auf den Berg, das war schon knackiger. Aber auch hier hatte ich noch keine Probleme. Beim Hinunterlaufen musste ich regelrecht bremsen, um nicht zu schnell zu werden. Ein Sturz kann hier richtig böse ausgehen. Dann schließlich Steigung Nummer 3 auf Runde 1 – die Rodelbahn. Hier läuft man den “Naturweg” hoch, also über die Maulwurfshügel auf der Wiese. Oben war der Puls auf Anschlag. Ich stellte mir die Frage, wie das drei Mal gehen soll. Die flachen Passagen waren die reinste Erholung. Ich konzentrierte mich dort auf das Kräftesammeln und Pulsrunterfahren. Die letzte Runde tut dann weh, aber es ist auch ein geiles Gefühl, beim letzten Anstieg an den Läufern vorbeizuziehen, die nur noch hochgehen können. Kräfte wollen eingeteilt sein *klugscheissert*. Es blieb sogar noch Luft für einen schönen Endspurt. Und so kam ich nach 12 Km knapp unter 54 min in das Ziel, das ist 2,5 min schneller als ich im letzten Jahr, wenn auch nicht so schnell wie Marek, der das Ziel dort schon in 52:12min erreichte. Und diesmal wurde ordentlich in die Zieleinlaufkamera gejubelt!

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