Zu zweit läuft's besser.

12 Wochen Gruppentraining

12 Wochen Gruppentraining
19. April 2011 Henrik

Gleich geht es wieder zum Gruppentraining. Anfang Februar hatte ich beschlossen, mir dieses Modell über einen längeren Zeitraum mal anzusehen. Deutschland ist Läuferland. So gibt es in den Großstädten dieses Landes gleich mehrere Möglichkeiten, unter professioneller Anleitung und in der Gruppe zu trainieren. In meiner Wahlheimat München stehen z.B. die üblichen Verdächtigen von jk running, ein Newcomer namens Smartrunning, die Running Company um Bianca Meyer und nicht zuletzt der alteingesessene MRRC zur Auswahl. Der MRRC passt als nicht-gewinnorientierter Verein nicht ganz in das Schema. Ich hatte mich nach einem imposanten Probetraining (wo bei gefühlten -10 Grad sowie Eis/Schnee/Dunkelheit fast 20 Läufer anwesend waren!) für einen 12-wöchigen Testlauf bei der Running Company entschieden. Das modulare Angebot aus einem Gruppentraining unterhalb der Woche zu einer arbeitnehmerfreundlichen Zeit und wöchentlich aktualisiertem Trainingsplan hat mich angesprochen. Erst beim zweiten Training habe ich mitbekommen, dass Chefin Bianca Meyer die Titelverteidigerin des München Marathons über die halbe Distanz ist. Die 12 Wochen sind nun bald in’s Land gegangen – Zeit für Fazit und Ausblick. Was gefällt mir eigentlich am Gruppentraining?

  • Koordination und Lauftechnik – alleine habe ich vorher nie Lauf-ABC trainiert
  • Tempotraining – lange laufen war nie ein Problem, schnell laufen schon
  • Es gibt Läufer, die schneller sind – für meine Motivation und Bodenhaftung ist das gut
  • Man kann sich face-to-face mit Gleichgesinnten austauschen
  • Der feste Termin unterhalb der Woche zwingt mich, pünktlich das Büro zu verlassen
  • Auch zu Wettkämpfen findet sich die Gruppe zusammen und motiviert sich
  • Die Trainingseinheit ist jedes Mal abwechslungsreich und danach merke ich immer in den Beinen, dass das „nicht ganz ohne“ war. Beim letzten Tempointervall darf der Puls ruhig an der 190er Marke kratzen. Klar, man kann das auch alleine trainieren. Aber bei mir ist nur eine Frage der Zeit, bis der Schweinehund angreift – „sieht ja keiner“, dass man aufhört. Bianca hat dagegen ihre wachsamen Augen überall. In der Lichtsaison findet das Tempotraining auf der Bahn statt. Obwohl es nicht unbedingt motivierend ist, Faris al-Sultan und Ingalena Heuck ihre schnellen Runden abspulen zu sehen. Das Trainingspaket hat mit dem wöchentlichen Trainingsplan einen weiteren charmanten Vorteil: das unstrukturierte Dauerlaufen ist seit Februar vorbei. Denn das beschäftigte sich immer nur mit der Frage, wohin, aber nicht, wie schnell, wie lange und welche Intervalle. Auch die Hinweise zur Lauftechnik habe ich ernstgenommen. Und rede mir ein, dass ich mich schon verbessert habe, gleichwohl das nicht von heute auf morgen geht und viel Übung erfordert. Meinen Trainingszustand haben die ersten Wochen Lauftraining mit professioneller Unterstützung ganz sicher verbessert. Die Bestzeit über 10 Km im Westpark hatte sicher damit zu tun. Dass es beim Berliner Halbmarathon nicht geklappt hat, lag nicht an der Vorbereitung. Insofern werde ich wohl weitere 12 Wochen ranhängen. So, jetzt muss ich mich aber langsam fertigmachen. Das Gruppentraining ruft.

    7 Kommentare

    1. -timekiller- 6 Jahren vor

      Und? wirst du das Training verlängern? Ich habe mir das auch schon ein paarmal überlegt, ob das was für mich wäre, und hatte auch schon beim MRRC nachgefragt. Gerade Laufkoordination und Lauf-ABC kommt bei mir auch zu kurz.

      Aber derzeit ist mit pünktlichem Büroschluss eher Essig… 🙁

      Grüße -timekiller-

    2. Marek 6 Jahren vor

      Ich denke es ist für die Systematik im Training sehr gut. Bei mir ist ja nachwievor „unstrukturiertes Dauerlaufen“. Naja, momentan eher strukturiertes Dauersitzen aufgrund meiner Zerrung. Ich würde es weitermachen.

    3. Autor
      Henrik 6 Jahren vor

      @timekiller: Ja, ich werde verlängern. Es spricht einfach zuviel dafür. Einmal die Woche muss man es einfach pünktlich aus dem Büro schaffen! Und wenn du ein paar Münzen dafür einwirfst, überlegst du es dir mehrmals, ob du das Training für die Arbeit sausen lässt.

    4. sarahemily 6 Jahren vor

      Das klingt auf alle Fälle interessant. Und die richtige Lauf- äh Work-Life-Balance bekommt man da auch dazu. 😉

      Viel Spaß weiterhin.

    5. Peter 6 Jahren vor

      Hallo Henrik!

      Danke für Deine Erwähnung von SmartRunning. Nur: Wir sind ABSOLUT KEINE Newcomer. Im Gegenteil. Wir von SmartRunning arbeiten hauptberuflich (keine Feierabend-Hobby-Trainer) seit dem 1.1.2003, inzwischen also über acht Jahre, erfolgreich. Wir sind aber, was Werbung und Promotion anbetrifft, zurückhaltend. Wir liefern gute Arbeit ab. Und das spricht sich eben herum. Wir haben zahlreiche Privatkunden, immer Gruppen und etliche traditionelle Trainings wie unsere HM-Trainingsgruppen und unser inzwischen legendäres Winterlauftraining. Weiterhin sieh Dir bitte unser Firmenportfolio an.

      In diesem Sinne sportliche Grüsse

      Peter

      PS Du bist zum Schnuppern immer herzlich woillkommen. Ruf einfach an. P.

    6. Peter 6 Jahren vor

      Hallo Henrik!

      Nochmal ein Nachsatz zu Deinem Beitrag: Du kannst den ehrenwerten MRRC auf der einen und die genannten kommerziellen Anbieter (JK, Bianca, SmartRunning) auf der anderen Seite nicht wirklich vergleichen. Da gibt es significante Unterschiede.

      Sportliche Grüsse

      Peter

    7. Autor
      Henrik 6 Jahren vor

      @Peter: Das war dann wirklich voreilig, da hatte ich nicht ausreichend recherchiert. Und ja, der ehrenwerte MRRC passt wie erwähnt nicht in die Liste.

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