Zu zweit läuft's besser.

BIG25 – eine Nummer zu groß

BIG25 – eine Nummer zu groß
8. Mai 2011 Marek

Das Positive vorneweg: wir haben beide das Ziel erreicht. Die Enttäuschung über den Rennverlauf stand uns aber beiden ins Gesicht geschrieben. Henrik überquerte in 02:06, ich in 02:17 die Ziellinie im Olympiastadion. Soweit die Fakten. Ein gemeinsamer Lauf wie die letzten beiden Jahre war heute nicht möglich: ich musste Henrik nach 6 Km ziehen lassen, da mir das – zugegebenermaßen moderate – Anfangstempo einfach zu schnell war und ich schnell realisieren musste, dass meine Verfassung heute nicht zu einer guten Zeit reichen sollte. Fast den ganzen April hatte ich nicht trainiert und bis kurz vor dem Start noch mit Fragezeichen wegen meiner Wadenzerrung war das auch nicht zu erwarten. Der Rest ist schnell erzählt: bis Km 13 konnte ich das Tempo noch halten, danach ging es rapide abwärts. Die Beine gehorchten mir nicht mehr. Ab Km 15 legte ich dann immer Gehpausen ein und motivierte mich nur mit dem Einlauf ins Stadion, das Rennen nicht abzubrechen. Erfreulicherweise hatte ich wenig Probleme mit der rechten (getapten) Wade, auch wenn gegen Ende die linke Wade plötzlich „zumachte“. Im Ziel war ich dann der Überzeugung, dass Henrik locker die 2h-Grenze geschafft haben würde. Dem war leider nicht so. Ab Km 15 hatte auch er Probleme und musste Tempo rausnehmen. Woran es genau lag? Die hohen Temperaturen allein sind keine Erklärung, alle hatten schließlich die gleichen Bedingungen. Er war bitter enttäuscht, war die körperliche Verfassung doch exzellent. Wir lassen mal ein paar Tage vergehen, um ein wenig Abstand zu gewinnen. Die Enttäuschung muss sich erstmal verziehen und dann freuen uns zumindest über den Zieleinlauf.

Ergänzung: Unser Bloggerfreund Andreas vom startblog-f berichtet über seine persönlichen 25 Kilometer. Er hat auch ein Bild von Henrik im Zielbereich geschossen, das keiner weiteren Worte bedarf. Der BIG-Laufreporter Sven hat uns ebenfalls entdeckt – leider aus dem Besenwagen, der am Sonntag ein Reisebus war. So unterschiedlich konnte die Perspektive sein.

10 Kommentare

  1. Milosz 7 Jahren vor

    Kopf hoch Jungs! Heute hatte ich halt mal Glück 🙂

  2. Laufmeister 7 Jahren vor

    Es kann leider nicht immer so laufen, wie man sich das vorgestellt hat. Es wird sicherlich wieder andere Wettkämpfe geben, bei denen es genau anders aussieht.

    Es gibt schlimmeres!

    Gruß Kay

  3. sarahemily 7 Jahren vor

    Das ist ja doof. 🙁 Aber Respekt für das Durchziehen!

  4. Laufhannes 7 Jahren vor

    Schade. Kann euch verstehen, dass ihr nicht alles auf’s Wetter schieben mögt – wäre vermutlich auch nicht richtig. Damit fertig werden muss man trotzdem. Die Vorbereitung lief ja aber auch nicht optimal.

  5. Marek 7 Jahren vor

    @Milosz: Glück ist wohl übertrieben. Die Leistung kann sich sehen lassen und hat wohl eher wenig mit Glück, sondern mit guter Vorbereitung zu tun.
    @Kay: Danke, vielleicht liegen uns die langen Strecken dieses Jahr einfach nicht. Aber auch das kriegen wir noch gebacken.
    @Sarah: ja, ein DNF will ja keiner von uns in den Resultaten sehen 😉
    @Hannes: wir werden drüber hinwegkommen. Ich habe trotzdem wieder richtig Lust aufs Laufen bekommen. Henrik bekommt noch einen Lauf-Psychologen an die Seite gestellt 🙂 und dann greifen wir wieder an!

  6. ultraistgut 7 Jahren vor

    Erst einmal: ihr zwei seht richtig gut aus, und was den Lauf angeht, don’t worry, be happy, jedem von uns geht es einmal so, beim nächsten Mal ist alles vergessen, und ihr werdet nur noch froooooooooooooooooooohlocken !! 8)

  7. Ralf 7 Jahren vor

    So ein Stadion kann schon sehr motivierend sein 🙂 Das hat mich auch am Leben gehalten. Glückwunsch zum Durchhalten und Kopf hoch.

  8. Andreas 7 Jahren vor

    Grämt euch nicht, es gibt solche und solche Lauftage. Und es war wirklich warm! Auf jeden Fall hat es mich sehr gefreut, euch im Ziel zu treffen, und beim nächsten Mal sehen wir alle drei etwas entspannter aus – ich muss ja desolat ausgesehen haben 😉

  9. Marek 7 Jahren vor

    @Margitta: danke für das Kompliment. Vor dem Start sehen wir immer noch frisch aus *G*
    @Ralf: ich glaube wenn ich den Zieleinlauf nicht aus den vergangenen Jahren gekannt hätte, dann wäre die U-Bahn eine wahrscheinliche Alternative gewesen für mich.
    @Andreas: unsere erste Live-Begegnung auch noch nach solch einem Rennen! Ich hoffe, du hast die Treppe noch erfolgreich gemeistert mit deinen Krämpfen. Konnte leider keinen deiner Mitstreiter mehr sichten. Sonst sahst du aber recht frisch aus, keine Sorge. Bist ja fit wie ein oder zwei Turnschuhe. Richtig gesehen, dass du die 2h-Schallmauer geknackt hast?

  10. Marek 6 Jahren vor

    Hier noch eine Nachlese in Form eines Videos, zusammengestellt von Helmut Winter: http://www.berlin-laeuft.de/25berlin/video.php
    Bei 08:50 könnt ihr sehen, wie ich stehend k.o. bin 🙂

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