Zu zweit läuft's besser.

Und nun?

Und nun?
17. September 2011 Henrik

Zeit, Farbe zu bekennen und eine Entscheidung zu treffen. Das Running Company Laufcamp im italienischen Livigno ist heute zu Ende gegangen. Ich habe eine fantastische Woche verlebt mit genialen Ausblicken, inspirierenden Lauffreunden, sterneverdächtigem Essen und –vor allem deswegen bin ich mitgefahren- intensivem Lauftraining auf mehr als 1.800 Meter Höhe. Es war die letzte Chance, das Ticket für den Berlin Marathon am 25.09.11 zu lösen. Hat das funktioniert? Ob, werden wir erst am besagten Sonntag in einer Woche in Berlin feststellen können.

Ich wollte mir die Entscheidung über den Start bis heute vorbehalten. Aber seit der Ankunft im Laufcamp hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass der verwegene Plan, netto 4 Wochen auf einen Marathon zu trainieren, nicht aufgehen wird. Cheftrainerin Bianca Meyer hat mich beim gestrigen Resümee im Whirlpool des Sporthotels endgültig davon überzeugt, dass viel mehr Gründe für die Teilnahme als dagegen sprechen:

  • Das Trainingslager ist problemfrei gelaufen, die Muskulatur hat das Pensum von insgesamt 140 Km gut verkraftet. Jetzt bleibt eine Woche für das Tapering.
  • Die Höhenlage des Trainings wird sich nach ca. einer Woche –also hoffentlich pünktlich zum Marathonstart in Berlin- positiv auf die Ausdauer auswirken. Die Ausdauerbelastung auf der zweiten Marathonhälfte wird sich erträglicher anfühlen.
  • Die Verletzungsphase habe ich durch gutes Alternativtraining überbrückt. Crosstrainer und Bike ersetzen nicht das Laufen, sorgen aber dafür, dass die Grundlagenausdauer nicht verloren geht.
  • Im gesamten Winter und Frühjahr habe ich gut gearbeitet und nicht wenig für Kraft und Schnelligkeit getan. Zwei Bestzeiten über 10 km im Westpark und Dachau haben das bewiesen. Auch der letzte Wettkampf in Altötting war durchaus flott gelaufen.
  • Die Renneinteilung wird zunächst konservativ sein. Bedingt durch meinen letzten Startblock werde ich sowieso nicht zu schnell anlaufen können.
  • Einen weiteren Push wird es in meiner Heimatstadt Berlin allein durch die Strecke und die Begeisterungsfähigkeit der Zuschauer geben. Vorbei an den Tribünen durch das Brandenburger Tor, nachdem Haile vielleicht schon den neuen Weltrekord eingefahren hat – was kann motivierender sein?
  • Mit Marek habe ich wichtige Unterstützung an der Strecke, er wird auf dem Bike für die Verpflegung sorgen, mir sicher Mut zusprechen und aktuelle Tweets und Impressionen direkt von der Strecke posten.

Was soll also schiefgehen? Da fällt mir spontan einiges ein. Aber damit beschäftige ich mich bis Berlin nicht eingehender. Ein großer Wehmutstropfen bleibt: natürlich würden wir viel lieber gemeinsam im Startblock stehen. Dass wir das erst 2012 schaffen, ist kein Weltuntergang. So oder so wird der Berlin Marathon eine Teamleistung der Running Twins werden. Ich kann es kaum erwarten.

4 Kommentare

  1. Gerd 6 Jahren vor

    Das hört sich alle super an. Ich denke da kann nichts schief gehen.
    Ich drücke Dir die Daumen das alles weiter auch klappt!

  2. Das hört sich nicht nur super an – das ist es auch! Eine problemfreie intensive Trainingswoche liegt hinter dir. Der Muskel hat gehalten, viel kann da jetzt eigentlich nicht mehr schiefgehen. Da werde ich richtig neidisch ob so konzentrierter Vorbereitung auf einen Wettkampf. Du packst das, da bin ich mir jetzt sicher.

  3. Andreas 6 Jahren vor

    Ich drücke dir die Daumen, dass alles klappt beim Marathon! Vielleicht sehen wir uns ja auf der Strecke, wenn du von hinten alles aufrollst 😉

  4. Autor
    Henrik 6 Jahren vor

    Danke, Jungs. Watch out for #16786!

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