Zu zweit läuft's besser.

Von Safari, Hindernissen und Pumas – der Survival Run

Von Safari, Hindernissen und Pumas – der Survival Run
17. September 2013 Marek

Damit die Vorbereitung auf Berlin nicht zu arg in Stress ausartet, sind wir (Marek + Family) auf Einladung von Puma letztes Wochenende in den Serengeti-Park nach Niedersachsen gefahren. Dort stand der 4. Survival-Run auf dem Programm. Richtig – ein Hindernislauf. Ist ja gerade anscheinend in Mode, StrongMan und Tough Mudder sei Dank. Auch hier hatten sich wieder mehrere Blogger versammelt (u.a. Heiko, Jörg, Phillip und Daniel aus der Schweiz), um im Rahmen des Laufes am Samstag die Laufsport-Strategie von Puma sowie das aktuelle Schuh-Sortiment in entspannter Atmosphäre näher gebracht zu bekommen. Es sollte ein wirklich gelungenes Wochenende werden!

Nach dem gemeinsamen Essen am Freitag Abend ging es Samstag zum offiziellen Teil über: die Blogger bekamen die aktuelle Schuh-Kollektion, welche auf der Puma Cell-Technologie basiert, präsentiert. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich bis auf die Existenz des Puma Faas bisher sehr wenig über Laufschuhe von Puma wußte. Im Grunde gibt es auch nicht viele andere Modelle. Die Faas-Reihe wurde aber mittlerweile generalüberholt, so dass sich nun vom Minimalschuh (100, 0mm Sprengung) über den Neutralschuh (300, 500, 600, 700, 900) bis zum gut gedämpften Stabilschuh (350S, 500S, 600S, 800S) alle Segmente in der Auswahl befinden. Den 100, 300 und 500 gibt es auch in der Trailvariante (TR) mit griffiger Sohle. Den 500TR haben wir gleich zum Testen mitbekommen. Eine Besonderheit der Serie, so wurde uns mit IPad und schicken Folien erklärt, sei die durchgängige Sohlenkonstruktion, die aus einem und nicht wie üblich aus zwei Teilen bestehe. Die Dämpfungseigenschaften der Schuhe sind auf FaasFoam Cushioning Scale ablesbar. Den neuen Mobium Elite hatten wir ja bereits im Test, obwohl uns das hochgepriesene „Adaptive Running“ nicht gesondert aufgefallen ist. Aber hier lohnt evtl. noch ein zweiter gründlicherer Blick, um Pumas „Nature of Performance“ aus dem Schuh herauszukitzeln? Zu kaufen gibt es die Schuhe leider nur im gut sortierten Fachhandel, weswegen die Präsenz der anderen Hersteller weiterhin überwiegen dürfte. Die Konzepte haben mich aber durchaus neugierig gemacht, so dass wir die Entwicklung von Puma im hart umkämpften Laufschuhsegment weiter verfolgen werden.

Nun aber zum Survival-Run! Mein allererster Hindernislauf sollte es werden, von Henrik kannte ich ja bereits die Geschichten vom StrongMan auf dem Nürburgring. Leider konnte Britta nicht mitlaufen, da wir in dem ganzen Trubel im Start-Ziel-Bereich unsere Jungs nicht alleine lassen konnten. Dafür war der Pressebus, der alle Hindernisse anfuhr, die Gelegenheit für gute Schnappschüsse. Das Wetter paßte sehr gut: es regnete bis zum Start komplett durch. Nach gemeinsamer Wartezeit im Startbereich ging es mit 10-minütiger Verspätung in Welle 3 gegen 13:20 auf die Strecke. Die Moderation war so leise, so dass wir nur den Startschuss vernahmen und uns dann entspannt in Bewegung setzten. Von Stress oder Aufregung keine Spur. Warum auch? Den fantasievollen Kostümen vieler Teilnehmer konnte man schon anmerken, dass nur wenige den Lauf als sportlichen Wettkampf betrachteten. Zwei Runden à 8km sollten es werden und die erste wollten wir noch gemeinsam mit den Kollegen von Puma meistern. Quer durch Kohlrabifelder ging es dann aus dem Park heraus mitten in den Wald. Es dauerte nicht lange, dann war man komplett nass. Der erste und einzige Stau entstand an der großen Räuberwand, die nur mit Seilen zu bezwingen war. Hier gingen ca. 5min „verloren“. Wirklich anspruchsvoll war aber keines der Hindernisse, einzig die beiden kleineren Kletterwände waren ohne Hilfe eine kleinere Herausforderung. Kriechen, Klettern, Springen – keine sonderlich spektakulären Dinge, aber eben üblicher Part eines solchen Events. Toll fand ich die Nebelwand – hier hat sich wohl kaum einer getraut, mit Fullspeed durchzulaufen. Die tiefen Schlammlöcher waren besonders in der 2. Runde nicht zu unterschätzen, hier gab es reihenweise Ausrutscher und es war größere Vorsicht geboten. Die ca. 30m Schwimmeinlage am Ende war natürlich Pflicht, nun wußte man auch, warum die DLRG dabei war. Mit gefühlten 5kg mehr am Körper ging es im Anschluß gemächlich auf das Ziel zu. Die zweite Runde ging ich dann etwas schneller an, es war auch mehr Platz da und wirklich ausgepowert hatte ich mich nun wirklich nicht. So kam ich dann auch 15min schneller als auf Runde 1 durch – mehr mußte dann auch nicht sein. Meine Schuhe habe ich gleich dagelassen – die Entscheidung, nicht die neuen Pumas zu nehmen, war goldrichtig. Den Geruch hätte man wohl nicht mehr herausbekommen.

Insgesamt ein schöner Lauf in einer tollen, sehr entspannten Atmosphäre mit einer gelungenen Organisation. Wer die große Herausforderung sucht, wird beim Survival-Run jedoch nicht fündig. Die Hindernisse sind eher für den Breitensportler ausgelegt, der in seinem sonstigen Leben nur wenig bis gar nicht Ausdauertraining betreibt. Das zeigt auch die Zeit des Gewinners: 01:05 für 16km – entweder da wurde einiges ausgelassen oder es war noch leichter als ich das wahrgenommen habe 🙂

Quelle einiger Bilder: Puma SE

7 Kommentare

  1. Joshly 4 Jahren vor

    Mhh ich find das klingt ganz gut, vllt bin ich ja naechstes Jahr auch dabei! Tolles Tigerbild übrigens!

  2. Henrik 4 Jahren vor

    Hast du keine Pumas fotografiert? 😉 DIe Hindernisse erscheinen nicht so dramatisch wie beim StrongmanRun, aber unterschätzen sollte man einen derartigen Parcours sicher nicht. Dann kannst du ja im nächsten Jahr mal mit zum Nürburgring kommen.

  3. Din 4 Jahren vor

    Hört sich nach einem ereignisreichen und interessanten Wochenende an! Schön, dass es euch so gefallen hat.

    Vielleicht ja auch gerade für Hindernis-Einsteiger eine schöne Sache. Ich würde dabei auch nicht gleich ohnmächtig werden wollen 😉

    • Autor
      Marek 4 Jahren vor

      Die Gefahr der Ohnmacht ist bei den Evens wohl eher vernachlässigbar Nadin 🙂 War auch der Eindruck der anderen, dass der Schwierigkeitsgrad jetzt nicht zu hoch war. Was aber nicht heißt, dass es nicht anstrengend sein kann. Unterschätzen sollte man so eine Strecke keinesfalls, es waren ja auch einige Laufpassagen dabei.

  4. Manu 4 Jahren vor

    Das hört sich doch nach einem tollen Wochenende an! Aber Läufe bei denen ich nass und dreckig werde, sind wohl trotzdem nix für mich 🙂

    • Hi Manu, ob man jetzt durch Regen nass wird oder kurz schwimmen geht, macht keinen großen Unterschied (naja bis auf den Geruch der Brühe im Teich :-)). Zum Spaß kann man sich sowas ruhig mal geben.

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