Zu zweit läuft's besser.

Rund um das Badewasser

Rund um das Badewasser
3. August 2014 Henrik

BWUM_07Ich musste nochmal genau lesen, als Steffen vor ein paar Wochen zum „2. Badewasserultramarathon“ einlud. Die Ähnlichkeit des Titels zum legendären Badwater Marathon sind rein zufällig. Beim Badewasserultramarathon handelt es sich um einen Lauf um den Starnberger See. Ja, der Starnberger See. Münchens Badewanne. Die Isar ist wohl eher das Fußbad. Ein bißchen voreingenommen war ich schon, habe ich den Starnberger See bisher nicht als das TOP-Badeziel wahrgenommen. Aber wenn man nur mit Auto oder Rennrad rumfährt, bekommt man vom Uferleben nichts mit. Ganz anders heute, als wir zu dritt mit den Ultramarathon-Erfahrenen Steffen und Andi die 50 Km-Runde in Angriff nahmen. 50 Km? Und dafür muss man sich schon so nah wie möglich am Ufer halten.

BWUM_01Um 10 vor 9 starteten wir am Strand von Percha im Uhrzeigersinn in eher gemütlichem Tempo. Aber Ultra läuft man halt langsam. Die einzige „Gefahr“ drohte durch das angekündigte Nachmittagsgewitter, mit dem wir fest auf der Westseite rechneten. Die Tauchertrupps ließen wir schnell hinter uns. Auf der Ostseite auf Höhe Allmannshausen bis Ammerland gibt es traumhafte Badestellen, die auch zu späterer Tageszeit nicht wirklich überlaufen sein dürften. So habe ich den Starnberger See noch nicht gesehen, idyllisch! Der Weg bis zum ersten Verpflegungsstopp an der Anlegestelle in Seeshaupt zog sich, teilweise waren die Wege noch feucht von den jüngsten Regenfällen. Da der Kiosk am Anleger nicht geöffnet war, verschoben wir die Pause zur Tankstelle am Ortsausgang. Die ersten (alkoholfreien) Weißbiere wurden runtergekippt. Nur noch 26 Kilometer.

BWUM_13Die Stimmung war gut, die Sonne brannte nun. An Temposteigerung war nicht zu denken. Der Uferweg durch den Bernrieder Park bot wieder Schatten und griffige Laufwege. Eine Wohltat, in dieser Umgebung zu laufen. (Ultra-)Läufergarn wurde gesponnen und die Wettkampfplanung besprochen – Zeit genug war ja. An den Anstiegen (ja, es gab doch so einige) spielten die Herren ihre Erfahrung aus und gingen diese hoch. Die Höhenmeter der gesamten Runde summieren sich auf immerhin ca. 215, nicht so wenig für eine Seerunde, die fast immer am Ufer verläuft. Einen zweiten Verpflegungsstopp genehmigten wir uns im Tutzinger Biergarten, einer wunderschön gelegenen Wirtschaft direkt am Seeufer. Steffen gönnte sich ein „saures Radler“, ein Bier mit Wasser. Wieder was dazugelernt. Der Auftakt zur Schlussetappe fiel dann entsprechend schwer.

BWUM_15Durch das Possenhofener „Paradies“ vorbei am Sisi-Schloss liefen wir rein nach Starnberg. Durch den Wald hätte ich allein nicht gefunden. Als wir da raus waren, ließen sich Andi und Steffen etwas zurückfallen und ich lief die letzten vier Kilometer allein. Natürlich verpasste ich am Wasserbad Percha den Weg zum Ufer und drehte noch eine Ehrenrunde. Wieder runter zum See traf ich die beiden wieder und wir konnten -letztmalig gebremst durch die Öffnung der Brücke- gemeinsam über die Ziellinie laufen, die Andi vor 6,5 Stunden gezogen hatte. Ich habe viele tolle Eindrücke mitgenommen. Danke an die beiden Ultramarathonis Steffen und Andi für diese ultra-schöne Runde, die mit einem Bad in der Badewanne gebührend abgeschlossen wurde.

Steffen hat bewegte Bilder auf der Videokamera festgehalten:

7 Kommentare

  1. Bianca 3 Jahren vor

    Bei den langen Läufen hast du mir wohl schon 200km voraus Henrik o). Ich hoffe auf meine Schnelligkeit in München, aber die mach wohl gerade Sommerpause.

    • Autor
      Henrik 3 Jahren vor

      Diese Langen Läufe werden doch völlig überschätzt. Ich mache das ja nicht wegen Marathonvorbereitung, sondern aus Spaß. Nächstes Mal kommst du einfach mit!

  2. Steffen 3 Jahren vor

    Der Titel stammt von Andreas. Und heisst in voller Länge: Badewasser Ultramarathon – Der Lauf um den Würmsee. Das ist der ursprüngliche Name des Starnberger See’s.

    • Autor
      Henrik 3 Jahren vor

      Der Kurztitel ist doch völlig ausreichend ;).

  3. Laufhannes 3 Jahren vor

    Grob 50 km Uferweg – da ist einmal herum zu laufen auch wirklich das Naheliegendste 😉

    • Autor
      Henrik 3 Jahren vor

      Finde ich schon, Hannes ;). Ist schon ein traumhafter Weg. Jetzt müsste man den auch noch mal schnell laufen. Vielleicht im Winter.

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