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Der November hat gerade angefangen und trotzdem schlägt unser Stimmungspendel bereits Richtung Jahresrückblick und Saisonabschluss aus. Innerhalb weniger Tage ist es draußen richtig ungemütlich geworden, der Winter schickt gar nicht erst die Vorboten, sondern gleich die ganze Palette. Während ich diesen Artikel eintippe, läuft die Foto-DVD des Transalpine-Runs, unser großes Abenteuer in diesem Jahr. Nach diesen 250 Kilometern war die Luft bei uns ziemlich raus. Ich legte mich Anfang Oktober beim Versuch, noch schnell den Königssee zu umrunden, ziemlich heftig hin und komme nach den drei Wochen Zwangspause, die das Knie zum Abschwellen benötigt hat, nur langsam wieder in Gang. Der legendäre Bestzeitmarathon kostete wieder mehr Zeit und Körner als erwartet. Und dabei bin ich nicht mal mitgelaufen. Marek kämpft mit Kniebeschwerden und hat sogar noch einen Marathon gewagt – mit weniger schönem Ausgang. Jegliche Ambitionen, in diesem Jahr noch etwas zu reißen, haben wir zur Seite gelegt. Es wird keinen Jahresendmarathon geben. Lediglich der Auftakt der Münchner Winterlaufserie am 03.12. verbleibt als Termin im Wettkampfkalender 2016.

Und damit stimmen wir uns auch schon ein auf ein Übergangsjahr 2017.

Wir werden wiederkommen zum TAR, dafür hat uns dieser Lauf viel zu sehr gepackt. Aber erst 2018. Im nächsten Jahr widmen wir uns einigen privaten und nicht minder spannenden Projekten. Da es wäre einfach unrealistisch und unseriös, so ein Event wie die Alpenüberquerung anzugehen. In einem Anflug von Übermut in der Post-TAR-Schwebe habe ich trotzdem für den Transgrancanaria am 25.02.2017 gemeldet. Die Vorbereitung wird eine große Herausforderung. Wenn sie auch nur annähernd so gut gelingt wie in diesem Jahr, werden auch die 125 Km über die Insel zu schaffen sein (wie genau überlege ich mir noch). Eine Titelverteidigung auf dem Mauerweg haben wir angesichts des Ansturms auf den Lauf bereits gestrichen. Abhängig von Form und Zeit werden wir sicher bei einigen Events auftauchen. Für Oktober schiele ich z.B. auf das Azores Triangle Adventure – ein Etappenlauf über drei Azoreninseln. Das ist zwar noch vage, aber trotzdem muss man ein Ziel vor Augen haben, wenn man im Dunkeln durch den kalten Regen trabt. Da ist so eine Träumerei vom Zieleinlauf in warmen Gefilden legitim.

Wovon träumt ihr so für das nächste Jahr?