Zu zweit läuft's besser.

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22. April 2018 Henrik
Bild: transvulcania.info

Bild: transvulcania.info

In einem Moment des Größenwahns muss ich im letzten Jahr die Anmeldung für den Transvulcania 2018 ausgefüllt haben. Der Triathlet und ich hatten relativ erfolgreich den Supertrail beim ZUT und den Swissalpine K78 gefinished, da kam es uns in den vernebelten Sinn, doch im nächsten Jahr den Transvulcania zu laufen. Immerhin einer der härtesten Ultratrails auf diesem Kontinent mit seinen 4.350 Höhenmetern auf fast 75 Km Laufstrecke.

Leider sind die Voraussetzungen nicht so brilliant wie bei meinen letzten Abenteuern auf den Kanaren. Das Training war leider sehr dürftig seit November letzten Jahres und ich habe nicht mal annähernd den Kilometerumfang auf die Straße gebracht wie in den Vorjahren. Zudem null Struktur, aber ein Trainingsplan hätte auch nicht viel genutzt angesichts der beruflichen Herausforderungen. Im Dezember und auch nochmal im Januar hat es mich gleich zwei Mal krankheitsbedingt außer Gefecht gesetzt – auch ein Novum in den letzten 5 Jahren. Das RUNNING Company Toskana Laufcamp hat wieder ein wenig Mut gemacht. Aber die 300 Km in den beiden Wochen waren weitestgehend flach. Das kann man von dem brutalen Profil des Transvulcanias nun wirklich nicht behaupten. Wir werden erst am Mittwoch auf die Insel fliegen und kaum Zeit für Akklimation haben.

Bild: transvulcania.info

Bild: transvulcania.info

So what! Der Triathlet und ich werden natürlich trotzdem hinfahren und das Beste draus machen. Ein Finish ist keineswegs selbstverständlich. Am Roque de los Muchachos sind schon bekannte Laufpersönlichkeiten gescheitert. Das Wetter wird überhaupt nicht mein Fall sein. Die Sonne knallt erfahrungsgemäß erbarmungslos. Es wird folglich um das nackte Finish in Los Llanos gehen. Diesen Satz werde ich mir vor diesem Rennen nochmal einhämmern. Und danach besser nicht wieder so einen Moment des Größenwahns produzieren.

Start:
Samstag, 12.05.2018 06:00 Uhr Ortszeit (7:00 Uhr MESZ)

 

 

5 Kommentare

  1. Bianca Meyer 1 Jahr vor

    Start running and never stop before the finish line ;-).
    VIEL GLÜCK EUCH BEIDEN!!!

  2. Marek 1 Jahr vor

    Das wird eine ganz fiese Nummer. Am besten noch ein paarmal den Bericht von Flo zu seinem ersten TVC durchlesen. Kann nicht schaden 🙂 Aber es ist manchmal auch von Vorteil, wenn man die Erwartungen im Vorfeld etwas runterdrehen muss. Da ist die Gefahr, am Anfang zu überziehen, nicht ganz so gegeben. Und wer weiß, wenn man erstmal im Rennen angekommen ist, geht ja evtl. hintenraus doch noch was. Ich halte die Daumen, das Profil sieht jedenfalls hammerhart aus und wenn man sich die Zeiten des letzten Jahres anschaut, bekommt man das nackte Grausen. Das Ding ist wirklich einer der ganz harten Trails. Mal sehen, wie oft ihr eure Entscheidung verfluchen werdet.

  3. Andreas 1 Jahr vor

    Oha, das wäre ja so gar nicht mein Ding: lange Distanz, viele Höhenmeter und reichlich Sonne… Aber du wirst das schon rocken! Langsam und mit Respekt angehen und dann einfach sehen, wie es so läuft, und nur ans Finishen denken. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen!

  4. Robert 1 Jahr vor

    Hallo Henrik, das ist ja beiderseits interessant. Erstes, nicht genügend Trainingsvorbereitung doch zum Start dabei sein und Zweitens wegen der herausfordernden, harten Laufstrecke. Da muss was für Euch ganz unerwartetes Besonderes sein. An meiner Stelle hätte ich genauso wie Ihr auch trotzdem antreten und es gibt nichts Schöneres, dort dabei mit viel Spaß und Freude zu sein, sozusagen ein Bergtourist. Mit dem Begriff „SPACE RUNNERS“ heißt für Euch wie eine Mondlandung nach dieser Bergteilnahme… ;o) Deshalb wird Ihr es schon locker mitpacken und ich bin auf Dein nächstes Bericht sehr gespannt. Gutes Gelingen und alles Gute für Dich sowie Dein Begleiter wünsche ich von ganzen Herzen. Kommt gesund wieder zurück.

  5. Ruben 1 Jahr vor

    Lieber Henrik,

    zuerst ein Mal: Glückwunsch zum erfolgreichen Finish! Wie du hier im Blogpost schreibt ja definitiv keine Selbstverständlichkeit.

    Auf Deinen Rennbericht bin ich sehr gespannt, da die Zeit bei einer so außergewöhnlichen Distanz & Profil sehr schwierig einzuschätzen ist und ich es eine enorme Leistung finde über 14h am Stück Sport zu machen.

    Hättest Du eine normale Vorbereitung wie in den Vorjahren gehabt hätte ich DIch in der Platzierung innerhalb des Gesamtklassements deutlich weiter vorne erwartet.

    Aber jetzt erhol Dich gut, genieße die Insel.

    Viele Grüße

    Ruben

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