Zu zweit läuft's besser.

Bestzeit vom Winde verweht

Bestzeit vom Winde verweht
16. Mai 2010 Henrik

Rostocker Citylauf 2010An der Küste ist es bekanntlich frisch und windig. Aber dass heute nicht mal die Sonne wenigstens aufblitzte, war schon enttäuschend. Und so trat ich bei gefühlten 5 Grad den HM in Rostock an. 7,5 Runden durch die City. Wer das ohne Drehwurm übersteht, hat die halbe Miete eingefahren. Auf der „Gegengerade“ blies ein so heftiger Wind, dass ich jede Runde wieder Angst hatte, dort einzubiegen. In der ersten Runde flogen so einigen Läufern die Mützen weg. Ich lief trotzdem erstaunlich flott und konstant so um die 4:35 auf den Kilometer. Da ich im Team E.ON antrat, war bei jeder Runde vor dem Kundenzentrum richtig Stimmung. Der Moderator rief immer wieder meinen Namen. Immerhin eine gelungene Motivation. Viel war nicht los auf der nassen Strecke, vielleicht 200 Mutige hatten sich auf die halbe Distanz begeben. Ein recht einsamer Lauf also, der mich zunehmend demotivierte, vor allem auf der brutalen Gegengeraden. Hätte ich auf den letzten 3 Kilometern nicht endgültig die Lust verloren, wäre sogar die Bestzeit drin gewesen. Die Beine waren noch schwer nach den 25 Km vor einer Woche. So lief ich gemütlich zu Ende und erlaubte mir noch 2 Trinkpausen. Richtig freuen hätte ich mich eh nicht können: in der ersten Runde fehlte der Streckenposten und die Läufer rannten einfach geradeaus statt nach rechts – Einsparung ca. 300 Meter. Die gelaufene Strecke war also auch noch zu kurz. Aber das war mir herzlich egal. Platz 61 mit 1:37:44 liest sich richtig gut, wenn man die widrigen bis irregulären Bedingungen sieht und die schlampige Organisation. Ich habe sogar einen Zielsprung hingelegt in der Hoffnung, dass es wieder Finisherclips gibt. Noch bin ich in Rostock, aber am Abend trete ich ganz zufrieden die Rückreise nach München an. Im nächsten Jahr bitte nicht ohne Sonnenschein.

Update: Bilder wie immer auf der Bilderseite.

6 Kommentare

  1. M a r e k 8 Jahren vor

    Starke Leistung bei den Bedingungen! Da wäre sonst sicher mehr drin gewesen. Ist schon merkwürdig, wie tolpatschig manche Läufe organisiert werden, gerade wenn diese schon mehrere Jahre stattfinden. Guten Rückflug nach MUC!

  2. Sven 8 Jahren vor

    Wow 1:37, da bin ich noch ne halbe Stunde von entfernt, aber vielleicht schaffe ich die auch mal. Du hast auf jeden Fall mein Respekt und ich bin gespannt wie es bei dir weiter geht.

  3. Laufhannes 8 Jahren vor

    Oh man, siebeneinhalb Mal so eine Runde drehen und immer wieder der Gegenwind? In deinem Falle akzeptiere ich das Gemecker 😉

    Sei dennoch bzw. gerade deswegen stolz auf dich. Damit kannst du dich blicken lassen!

  4. Christin 8 Jahren vor

    Ich stand mit meinem Mann in der Langen Straße und habe mir die erste Runde angesehen. Wir haben uns schon gewundert warum ihr von vorn gekommen seit. Nun ist alles klar. Ist schon ärgerlich, aber die Streckenposten sind auch nur Menschen. Ich hoffe dir hat es trotzdem in Rostock gefallen. Auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat.
    LG Christin

  5. Autor
    Henrik 8 Jahren vor

    @Christin: Es hat mich nicht gestört, im Endeffekt waren es „nur“ 70 Meter weniger und bei den Bedingungen stand die Zeit im Hintergrund. Nächstes Jahr dann wieder die ganze Strecke :).

  6. Ruben 7 Jahren vor

    Wow, erstmal Respekt für die Zeit – insbesondere unter diesen Bedingungen (und auch sonst 😉 )… Gratuliere!

    Für Zuschauer haben viele kurze Runden vielleicht etwas reizvolles, aber für uns Läufer finde ich das echt Schade… Monotonie ist (wenigstens für mich) beim Laufen tödlich. Besonders wenn einem der Wind dann immer wieder zeigt, da musst du nochmal durch, und nochmal, und nochmal…

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