Zu zweit läuft's besser.

Wundenlecken und so

Wundenlecken und so
7. April 2011 Henrik

Drei Tage Abstand zum Berliner Halbmarathon am vergangenen Sonntag lassen uns inzwischen einen sehr entspannten Blick auf das Ereignis zurückwerfen. Waren wir nach dem Rennen noch untröstlich, schauen wir längst wieder nach vorne und haben das emotional zu den Akten bzw. in das Blog-Archiv gelegt. Aber aus Fehlern soll man ja lernen -Läufer lernen wohl nur aus Fehlern-, deshalb lohnt eine Analyse des Laufs. Auch wenn es schmerzt, wieder Anfängerfehler begangen zu haben. Die letzten werden es wohl trotzdem nicht sein.

  • Verletzt gestartet:
      Marek hätte mit seiner Wadenverletzung sicher nicht in’s Rennen gehen dürfen. Eine Zerrung geht nicht von heute auf morgen wieder weg und wird bei hoher Belastung zum Muskelfaserriss. Das Ergebnis ist bekannt. Inzwischen kann Marek wieder auftreten und verzeichnet deutliche Besserung.
  • Wetter ignoriert:
      Bei 15 Grad höherer als erwarteter Außentemperatur hätten wir das Anfangstempo um 5-10 Sek./km reduzieren müssen. Spätestens in der Startaufstellung hätten wir das realisieren können. Stattdessen habe ich den Forerunner noch auf 4:18/km eingestellt.
  • Zu viel gewollt:
      Die Erwartungshaltung war zu hoch. Mit seiner sub 1:30h hatte Marek im letzten Jahr eine Zeit vorgelegt, die auch bei perfekten Bedingungen (zumindest für mich) unrealistisch gewesen wäre. Trotzdem wollten wir unbedingt zum 4. Mal in Folge schneller als im Vorjahr sein.
  • Immerhin haben wir das Ziel erreicht – im Gegensatz zu unserer großen deutschen Favoritin Sabrina Mockenhaupt. Die hat sich nach 10 km aus dem Rennen komplimentiert und aufgegeben. Ohne Verletzung wohlgemerkt. Ingesamt haben vergleichsweise wenig Sportler das Ziel erreicht. Von ~25.000 gemeldeten Läuferinnen und Läufern liefen gerade mal 20.242 in das Ziel auf der Karl-Marx-Allee. Wenn man von bestimmt 1.000 No-shows ausgeht, haben es fast 4.000 Läufer der Mocki nachgemacht. Zu verübeln war das am Sonntag niemandem.

    Wir schauen nach diesem Rückblick nach vorn und freuen uns auf den StrongmanRun am 17.04.. Die Detailplanung haben wir fertig. Wenn die Wade von Marek mitmacht, werden wir dort das nächste Rennen bestreiten. Ganz ohne Erwartungshaltung.

    4 Kommentare

    1. Marek 7 Jahren vor

      +1 zu viel gewollt und alles andere komplett ignoriert. Ich bin überzeugt, dass wir beide ohne diese Randbedingungen Bestzeit gelaufen wären. Mit deiner Vorbereitung hätte es fast nicht anders kommen können. Ich hatte auch das Gefühl, „es drin“ zu haben. „Ganz ohne Erwartungshaltung.“ – stimmt nicht: SPASS haben!

    2. ultraistgut 7 Jahren vor

      Tja, meine Lieben, es ist wie es ist, aus Fehlern wird MANN klug ! Marek tröste dich, es sind bestimmt noch mehr als du mit Verletzungen gestartet, alle, die es nicht abwarten können, bis sie wieder ganz heil sind.

      Ein Tipp von mir, wenn du auch 32 Jahre laufen willst, was ich nur empfehlen kann, aus Erfahrung lernen, habe ich auch getan und bin weit damit gekommen, im wahrsten Sinne des Wortes.

      ° Wäre
      ° Hätte
      ° Wenn
      Marek
      ° das gilt nicht !!

      Aber ihr habt ja noch genug Zeit, es uns allen zu beweisen – beim nächsten Mal, wenn alle Körperteile wieder gesund sind, das Wetter, die Vorbereitung, dazu noch ein guter Tag………….

      Viel Glück ! 8)

    3. Marek 7 Jahren vor

      @Margitta: danke für die tröstenden Worte und guten Tips! Spätestens in 5 Monaten und 18 Tagen werden wir wissen, ob wir daraus gelernt haben. In 32 Jahren lachen wir bestimmt darüber wie blöd und naiv wir doch waren!

    4. Laufhannes 7 Jahren vor

      Nach derzeitiger Prognose sinken die Temperaturen zum StrongmanRun wieder auf etwa 10 Grad – da kann der Hitze-Kollaps also schon mal nicht kommen 😉

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