Zu zweit läuft's besser.

Berlin Calling

Berlin Calling
6. Juli 2011 Marek

Vor einem Jahr war der Termin noch so weit weg. Nun kommt er schneller näher, als mir lieb ist. Weniger als 3 Monate bis zum Tag M. der 25.09. ist rot angemarkert im Kalender. So nah und doch so fern – möchte man fast sagen, wenn ich mir meine aktuelle Situation so anschaue. Wenn man das bisherige Jahr als verkorkst bezeichnet, trifft es den Nagel schon einigermaßen mittig auf den Kopf. Viel gibt es nicht zu resümieren: trotz Krankheit zum Jahreswechsel bin ich gut reingekommen, Januar und Februar liefen problemlos, das hat sich dann auch bei meiner 10k-Bestzeit Anfang März im Britzer Garten gezeigt. Endlich die sub40 gepackt. So konnte es weitergehen! Nix war es. Schon im März lief es nicht mehr rund. Erkältung und jede Menge andere Zipperlein störten die Vorbereitung auf den Halbmarathon gewaltig. Trotzdem sollte es doch unbedingt wieder eine gute Zeit werden! Bei ungewohnt warmen Temperaturen machte ich dann wohl den Fehler, der mich dieses Jahr noch einige Zeit beschäftigen wird: trotz starken muskulären Problemen und Schmerzen in der rechten Wade „lief“ ich das Ding irgendwie zu Ende. Wer weiß, wäre ich bei km15 ausgestiegen, hätte ich…ach was soll das ganze Hätte, Wenn und Aber. Shit happens. Blöderweise konnte ich auch danach die Füße nicht stillhalten. Mal besser, mal schlechter trabte ich durch die Gegend. Quasi ohne Vorbereitung die BIG25 durchgezogen – spätestens da hätten alle Alarmglocken angehen müssen, dass es so nicht weitergeht. Der Rest vom Lied ist bekannt: das gemeinsame Training mit Henrik bei der Running Company in München hat mir dann die Augen geöffnet. Im Juli habe ich mir nun vorerst Laufverbot erteilt. Mit physiotherapeutischer Unterstützung und Alternativtraining versuche ich nun, die Wade wieder in den Griff zu bekommen. Noch habe ich den Marathon nicht abgeschrieben. Ich traue mir durchaus zu, in 6 Wochen noch eine Vorbereitung durchzuziehen, die mich fit an den Start gehen läßt. Aber ein Schritt nach dem anderen.

5 Kommentare

  1. Evchen 6 Jahren vor

    Du sagst es ja schon selbst: shit happens und Du wirst in Zukunft sicher früher die Bremse ziehen und gegensteuern, wenn es zwackt. Ich finde, Dein Laufjahr kann sich bisher dennoch durchaus sehen lassen, auch wenn es Dir holprig erscheint.
    Ich drück Dir die Daumen für die Geneseung Deiner Wade, wünsche Dir Geduld und die richtige Entscheidung, wenn es um Berlin geht.

  2. Henrik 6 Jahren vor

    Berlin calling und du gehst wohl besser noch nicht ran :). Jetzt einen Schritt nach dem anderen machen und dann schauen wir, was möglich ist für den großen Tag. Dass im Vorfeld eine Dummheit von der nächsten abgelöst wurde, hast du ja jetzt eingesehen. Also weiter Alternativtraining (beim Radeln nicht aus den Waden fahren, sondern mit dem Mittelfuß auf’s Pedal) und dem Körper Zeit geben.

  3. Andreas 6 Jahren vor

    Liest sich ja schon fast wie ein Jahresrückblick… Dafür besteht aber wirklich noch kein Anlass! Wir drücken dir alle die Daumen für ein gesundes Comeback!

  4. Autor
    M a r e k 6 Jahren vor

    @Evchen: danke für die guten Wünsche! Wenn ich sehe, was ich mir so vorgenommen habe diese Saison, finde ich es schon sehr holprig. Aber kann ja noch werden!
    @Henrik: jo, hast ja Recht *Asche auf mein Haupt*
    @Andreas: sollte noch kein Rückblick sein (war aber einer, ja) Danke dir fürs Daumen drücken – kannst wieder los lassen!

  5. Ralf 6 Jahren vor

    Gute und schnelle und vor allem endgültige Besserung wünsche ich Dir. Und beim Radeln auch schön mit hoher Frequenz statt mit Kraft fahren!

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