Zu zweit läuft's besser.

Höhenluft

Höhenluft
13. Juni 2013 Henrik

PanoramaHöhentraining ist für Leistungssportler schon Routine. Mocki & Co trainieren mehrere Wochen im Jahr in der Höhe und starten dann bei Rennen. Irgendwas muss also dran sein an der Geschichte mit dem Mehr an roten Blutkörperchen und der erhöhten Sauerstoffaufnahme! Gelegenheit zur Überprüfung bot sich am vergangenen Wochenende beim Ausflug auf die Seiser Alm in Südtirol. Von hohen Bergen in atemberaubender Natur abgesehen, was macht das Gebiet so interessant für Läufer? Es gibt einen RUNNING PARK! Seiseralm2„Der größte Laufpark in Südtirol“ umfasst 20 beschilderte und vermessene Laufstrecken. Ein Paradies für Läufer! Nun, für geübte Bergläufer ganz sicher. Unsereins schnauft sich ja schon die Steigung über den Mittleren Ring im Westpark hoch, als wäre es der Tourmalet. Ich stelle mir immer Lance Armstrong vor, wie er den Berg hochfährtfliegt und dabei nicht mal aufsteht. Woran das lag, wissen wir ja inzwischen. Höhentrainingstauglich sind 8 Strecken, die auf über 1.800 Metern liegen. Einige tragen klingende Namen und sind nach kenianischen Spitzenläufern benannt, z.B. der Paul-Tergat-Track.Seiseralm1 Hintergrund ist, dass viele kenianische Läufer in den Sommermonaten hier trainieren und die Seiser Alm als Ausgangspunkt für ihre Europa-Rennen nutzen. Die Höhenlage ähnelt der in Kenia. Wir haben zuerst den James-Kwambai-Track abgelaufen. Sieht recht harmlos aus, ist es aber nicht. Zum einen geht es ständig auf und ab, es gibt wenige Passagen, die halbwegs eben verlaufen. Zum anderen ist auch der Untergrund nicht einfach zu laufen, da viele Steine und Geröll den Weg zieren. Das liegt auch daran, dass die Wege im Winter teilweise Skipisten sind. Ein wenig beschäftigt haben sollte man sich mit der Umgebung und der Karte, vor man die Trailschuhe schnürt. Ist man erstmal unterwegs, fällt die Orientierung nicht mehr ganz so leicht. Knackige Steigungen werden (irgendwann mal) mit atemberaubenden Ausblicken belohnt. Seiseralm8Natürlich kann man sich auch Postkarten kaufen, aber oben zu stehen und in die Ferne zu blicken, ist eine echte Genugtuung. Die Seiser Alm und das Einzugsgebiet ab Wolkenstein gehören ganz klar zur Kategorie „anspruchsvoll“. Wer hier gleich mal volle Pulle losprescht, wird schnell Respekt vor den Bergen bekommen. Ab Mitte Mai bis Mitte Oktober findet man als Läufer prächtige Strecken, einsame Trails und berauschende Aussichten. Trailschuhe sind für längere und höhere Touren unbedingt empfehlenswert. Eine sehr gute Auswahl findet ihr im Onlineshop von Bergzeit, hier gibt es alles für den Outdoor-Sport. Also nix wie los ins Höhentraining! Für einen wahrscheinlichen Effekt sollten es allerdings mind. 10 Tage in der Höhe sein, ein Laufwochenende ist da zu knapp bemessen. Aber es bleiben ja noch die schönen Aussichten und die gute Luft.

4 Kommentare

  1. Andreas 4 Jahren vor

    Klingt ja toll! Ich bin zwar absolut nicht der Fan von Steigungen, aber reizen tun sie mich manchmal doch. Und bei der Gegend und den Ausblicken stelle ich es mir schon fantastisch vor.

  2. Friedi 4 Jahren vor

    Schöner Bericht. Könnte ich mir durchaus auch mal vorstellen in Alto Adige zu laufen.
    Vielleicht wäre es dort auch nicht so schwül wie derzeit bei uns …

  3. Running Zuschi 4 Jahren vor

    Cooool! Ist geil da… habe auch schon zwei Wochen dort verbracht und es war jedes Mal ein absoluter Genuss!!! Das nächste Mal müsst ihr wirklich ein paar Tage länger bleiben und dann eine Trailrunde um den Platt- und Langkofel gönnen! 🙂
    Wo wird es euch zu eurem nächsten Höhentraining hinverschlagen???
    GLG Running Zuschi

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