Zu zweit läuft's besser.

Und nochmal: mit Höhentraining auf dem Sprung

Und nochmal: mit Höhentraining auf dem Sprung
15. September 2012 Henrik

Vor ziemlich genau einem Jahr war das Running Company Höhenlaufcamp in den lombardischen Alpen noch im Gange und ich versuchte, den Start beim Berlin Marathon zu retten, während Marek längst kapitulieren musste. Die Zweifel waren groß und es hätte auch schiefgehen können – es gab schließlich gute Argumente gegen den Start. Aber zum Glück mehr dafür. Letztendlich wurde es ein großartiges Erlebnis, eine ordentliche Portion Anfängerglück und Naivität mag geholfen haben.

Nun ist das Laufcamp und damit die letzte intensive Trainingswoche, in der nochmal alle Trainingsreize gesetzt werden, schon wieder Geschichte (Bilder gibt es hier). Gute 160 Km in zehn Tagen gingen nicht spurlos an mir vorbei. Aber von kleineren Blessuren abgesehen, die in den verbleibenden zwei Wochen auskuriert werden, hat sich der Körper nicht böse beschwert. Wider Erwarten nicht mal die leidgeplagten Schienbeine. Das macht Mut.

Livigno liegt auf 1.816 Meter üNN und eignet sich mit seinen umliegenden Bergen, die bis hoch auf 3.000 Meter gut zu belaufen und vor allem mit dem Mountainbike zu befahren sind, perfekt für ein Höhentraining. Der mögliche Effekt ist sehr umstritten. Und auch wenn es nur ein Placebo-Effekt ist, in diesem Jahr bleibt sogar eine Woche mehr für die Konservierung dessen. War das Laufcamp nun der viel zitierte „Feinschliff“? Ehrlich gesagt, hatte die Feile ein brutal grobes Profil. Beim Tempotraining hatte es mich im letzten Intervall beinahe zerlegt und auch der erste der beiden längeren Läufe brachte mich weit an die Belastungsgrenze. Aber genau so sollte es sein. Die Rechenspielchen prognostizieren inzwischen eine Zeit von 10 x Minuten unter den avisierten 3:30h. Aber lassen wir den Übermut stecken. Die zwei Wochen Warterei werden hart genug werden. Und das Ziel bleibt unverändert. Die Tempovorgaben kommen von Trainerin Bianca, und das sind die einzigen Zahlen, die ich am 30.09. um 09:00 Uhr im Kopf haben werde.

Vor einem Jahr schrieb ich:

„Ein großer Wehmutstropfen bleibt: natürlich würden wir viel lieber gemeinsam im Startblock stehen. Dass wir das erst 2012 schaffen, ist kein Weltuntergang. So oder so wird der Berlin Marathon eine Teamleistung der Running Twins werden.“

Die Vorfreude steigt nochmals, darüber, dass wir die Vorbereitung fast geschafft haben und dass die Running Twins in diesem Jahr nun endlich gemeinsam an den Start des Berlin Marathons gehen werden. Marek hat sich heute im Rahmen der erfolgreichen Titelverteidung beim Zeuthener Jedermannlauf nochmal Mut für das Wahnsinnstempo geholt. Habt ihr Tipps, wie sollen wir bloß noch die beiden Wochen rumkriegen?

5 Kommentare

  1. Markus Herrmann 5 Jahren vor

    Meine Tipps, um die nächsten zwei Wochen relaxed rumzukriegen: schön Essen gehen, viel auf dem Sofa die Füße hochlegen, nach ein paar neuen (Lauf-)Klamotten stöbern, ein bisschen Schwimmen und lockeres Laufen (Henrik am Dienstag im Dantestadion!). Und vielleicht den Bayern die Daumen drücken, dass sie weiterhin auf Platz 1 bleiben 🙂 Drücke Euch beiden fest die Daumen für Berlin!!!

  2. Ja, was machen wir denn jetzt bloß die zwei Wochen? Da fällt mir schon Einiges ein 🙂 Fängt z.B. mit A an und hört mit T auf. Für mich geht es morgen abend noch auf die lange Runde (nochmal Mentaltraining…), danach wird es dann ja beschaulicher. Vorfreude ist groß, die Zeit wird schneller rumgehen als dir lieb ist! Dann zählt es!

  3. RUNNING Company 5 Jahren vor

    Henrik, wie wäre es mit ein paar Abenden im Sendlinger Augustiner?!? Und am Donnerstagabend ist ja Abschieds- / Geburtstagsparty bei Karsten ;-). Und natürlich… schon mal das Wiesn-Outfit zurecht legen ;-)).

  4. „Ein paar Abende“ – ist Alkohol denn nicht kontraproduktiv so kurz vor dem Marathon Frau Trainerin :-)?

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