Zu zweit läuft's besser.

Steffnys Winterformel

Steffnys Winterformel
4. Januar 2013 Henrik

Deutschlands Winterlaufserien erfreuen sich großer Beliebtheit. Dabei fällt auf, dass die „Klassiker“ aus den Distanzen 10, 15 und 20 Km bestehen, gelegentlich wird statt der 20 Km ein Halbmarathon gelaufen. Zwischen den Läufen liegen gute 4 Wochen. Die Zusammenstellung der Serie folgt einer Idee von Manfred Steffny, die er schon in den 70er Jahren propagierte. Er hatte die Summe der Zeiten einer Winterlaufserie mit denen eines folgenden Frühjahrsmarathons verglichen und kam dabei auf erstaunliche Übereinstimmungen. Er schloss daraus, dass eine aus vollem Training heraus gelaufenene Winterlaufserie eine ziemlich gute Indikation für die zu erwartende Marathonzeit im Frühjahr abgibt. Schauen wir doch mal in die persönliche Ergebnisliste. Leider habe ich erst eine Winterlaufserie komplett absolviert, das war die 2010/2011er Serie. Rechnen wir die Zeiten zusammen: 43:42 (10 Km) + 1:05:33 (15 Km) + 1:27:58 (20 Km) ergeben 3:17:13h. Da hätte ich also unbedingt im Frühjahr 2011 einen Marathon laufen sollen! Spaß beiseite, zu diesem Zeitpunkt war Berlin noch in weiter Ferne. Nach der Verletzungsmisere reichte es 2011 in Berlin immerhin noch zu 3:38h – das hatte mit der Prognose nicht mehr wirklich viel zu tun. Aber zwischen Winterlaufserie und Herbst liegt natürlich zuviel Zeit, Steffny sprach ja auch von einem Frühjahrsmarathon. In diesem Jahr klappt die Verprobung der Faustformel auch nicht so richtig. Der Transgrancanaria-Marathon liegt zwar zeitlich perfekt Anfang März, aber ist vom Streckenprofil nicht mit dem der Winterlaufserie vergleichbar – es sind 3.600 Höhenmeter zu bewältigen. Wohlgemerkt bergab auf spaßigen Trails. Wenn ich hier unter 4:30h das Ziel sehe, wäre das schon ein großer Erfolg. Da bleibt nur der Ehrgeiz, die Serienzeit von vor 2 Jahren bei der aktuellen Serie zu toppen. Das erscheint realistisch, zumal ich beim Zehner trotz Knieprellung schon bescheidene 16 Sekunden auf die Zeit vom Dezember 2010 gutmachen konnte. Am Sonntag steigt nun Teil 2 mit 3 etwas drögen Olympiaparkrunden über jeweils 5 Km. Wenn ich nicht zuviel Pulver in Runde 1 verschieße, sollte eine Zeit unter 1:05h drin sein. Überraschung: eine Serienzeit von unter 3:15h stimmt ziemlich genau mit dem Marathonziel für 2013 überein. Das gilt zwar erst für den Berlin-Marathon im Herbst, aber ein gutes Omen nehmen wir auch gern mit in dieses Laufjahr.

2 Kommentare

  1. Hans 4 Jahren vor

    Hallo Hendrik,
    3600 Höhenmeter wirst Du im Olympiapark nicht simulieren können 😉 Ich wünsch Dir trotzdem viel Spass in München und vor allem im Gran Canarischen Frühling!
    Viele Grüße,
    Hans

  2. Die 03:15 sollten in jedem Fall im Bereich des Machbaren liegen für dich. Das wäre eine Verbesserung von fast 10min gg. dem Herbst. Steffnys Prognose hört sich für mich schon sehr optimistisch an. Aber man darf nicht vergessen, dass die Zeiten im Winter i.d.R. etwas langsamer sind und man dann, wenn man voll im Trainings-Saft steht, sicher noch eine Schippe draufpacken kann. Also warum nicht die 03:15 versuchen? Wäre ein 04:37 Schnitt. Frau Meyer, übernehmen sie!

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