Zu zweit läuft's besser.

Wie teilt man sich ein 10k Rennen ein?

Wie teilt man sich ein 10k Rennen ein?
30. August 2014 Marek

Insgesamt könnte ich mit dem Frühjahr und Sommer sehr zufrieden sein. Nach dem verletzungsbedingt holprigen Start im Winter habe ich mich wieder ganz gut aufgerappelt. Zu einem langen Kanten im Renntempo hat es bisher noch nicht gereicht, daher habe ich mich eher auf die kürzeren Distanzen konzentriert. So kommt es, dass ich seit April immerhin schon 4 Wettkämpfe über 10k gelaufen bin. Man kann es Jammern auf hohem Niveau nennen, aber mit den Ergebnissen hadere ich schon ein wenig. Warum? Weil ich denke, es müßte einfach mehr drin sein. Insgeheim habe schon länger mit einer 35:xx spekuliert. Durchaus ambitioniert, aber ehrgeizige Ziele sind für mich ein wichtiger Motivationsfaktor im Training. Der Airport-Run im April hatte noch Comeback-Charakter, aber die anderen drei verliefen allesamt unter den Erwartungen. Die äußeren Faktoren lasse ich nicht als Ausrede gelten. Meine Analyse geht ganz klar in Richtung falsche Renneinteilung. Während ich zu Beginn meistens über dem Plan liege, langt es hintenraus einfach nicht. Schauen wir uns die nackten Zahlen an:

10k

Interessanterweise habe ich auf km 6-10 noch keine Runde unter 03:40 hinbekommen. Zu meiner Überraschung bin ich in Grünau im Mai sogar einen negativen Split gelaufen (Splits aus Runalyze):

Airport Run: 38:04 (18:49 19:13)
Grünau: 37:21 (18:40 18:35)
Citynacht: 37:06 (18:00 19:00)
Barssel: 37:08 (18:15 18:55)

IMG_3468Aber besonders die letzten beiden Rennen sind nicht konstant genug. „Kritische“ Kilometer sind bei mir wohl km6 und km7: hier bleibt am meisten Zeit liegen, die am Ende nicht mehr aufzuholen ist, obwohl der letzte Kilometer meist noch im Plan ist. Leider setzt sich das Dilemma auch beim Halbmarathon fort – in Hamburg lagen zwischen Hälfte 1 und 2 über 2min. Mein Plan, die alte Bestzeit (36:41 aus März 2012) zu knacken, hat bis jetzt nicht funktioniert. Das wurmt mich schon ein wenig, aber das Jahr ist ja noch nicht vorbei und evtl. ergibt sich noch eine Möglichkeit. Da es mit dem Marathon im Oktober sehr wahrscheinlich nicht klappen wird, muss ich eben kleinere Brötchen backen, was jedoch nicht heißt, dass dies weniger anspruchsvoll ist.

8 Kommentare

  1. Laufhannes 2 Jahren vor

    Interessant: Deine beiden besseren Läufe waren jeweils die mit einem zu schnellen Start beziehungsweise einer deutlich schnelleren ersten Hälfte. Nur die Interpretation ist dann offen: Was wäre mit einem langsameren Start möglich gewesen – oder bist du mit schnellem Start tatsächlich schneller?

  2. Autor

    Ja Hannes das ist genau die Frage: bringt es mir etwas, langsamer zu starten? Anscheinend ja nein. Ich muss einfach schneller werden 🙂 danke für deinen Beitrag!

  3. Henrik 2 Jahren vor

    Bin ziemlich sicher, dass ein etwas verhaltenerer Start das Wunschergebnis gebracht hätte. Aber es geht hier um Nuancen, auch Tagesform, Wetter und Streckenbelag spielen eine Rolle, wenn es um Sekunden geht. Du schaffst das!

  4. Ruben 2 Jahren vor

    Spannende Auswertung auf diesem Niveau – und ich bin mir ganz sicher, dass die 36:xx bald stehen wird. Und für alles danach drücke ich auch ganz fest die Daumen!

  5. calceola 2 Jahren vor

    Spannnend eine solche Auswertung mal zu sehen. Fragt sich allerdings was sie bedeutet. Ich würde ja meinen Du musst etwas machen um das Gefühl für die Geschwindigkeit zu verbessern. Gleichzeitig die Geschwindigkeit über eine längere Distanz halten. Da ich Deine Trainingspläne nicht auswendig kann, ist das schwer einzuschätzen.

    • Autor

      Danke für deine Tipps! Genau die Frage hat sich mir eben auch gestellt: was konkret bedeuten diese Zahlen und was kann ich daraus ableiten für das Training/ den Wettkampf? Ich denke ich kann mittlerweile recht genau meine Pace einschätzen. Die Tempohärte reicht definitiv nicht über die gesamte Distanz. Daran muss ich weiter arbeiten. Ich bin aber optimistisch, dass ich das hinbekommen werde.

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