Zu zweit läuft's besser.

10 Kilometer im Vergleich [Update]

10 Kilometer im Vergleich [Update]
4. November 2015 Marek

ebl_2015_runner„Off-Season“. So heißt das bei den meisten, wenn die letzten Herbst-Wettkämpfe ins Ziel gebracht sind und die Regenerationsphase eingeläutet wird, bevor es wieder mit vollem Elan in das Wintertraining gehen kann. Auch bei uns wird es merklich ruhiger. Alle Rennen, die jetzt noch auf dem Plan stehen, sind mehr oder weniger Zugabe auf ein ohnehin schon äußerst positives Jahr. Meine Wettkampf-Liste für 2015 zeigt überraschenderweise, dass ich vollen Ehrgeiz auf die klassischen 10km gelegt habe. Bewußt war das ganz sicher nicht. Aber 6 Versuche sprechen da eine deutliche Sprache:

  • WLS 1/3: 36:45 (18:01/18:44)
  • Köpenicker Altstadtlauf: 37:02 (18:13/18:49)
  • Grünau: 35:53 (17:51/17:57)
  • Citynacht: 36:38 (17:48/18:46)
  • Barssel: 37:38 (18:05/19:33)
  • Elly Beinhorn-Lauf: 36:05 (-/-) – keine Uhr dabei

Vor mehr als einem Jahr habe ich schon einmal eine kleine Auswertung gezeigt und mir damals die Frage gestellt, ob eine konservativere Renneinteilung evtl. zu einer besseren Zielzeit über die 10km führen kann. Die beiden besten Zeiten hatte ich letztes Jahr bei den Rennen erzielt, die ich am schnellsten begonnen hatte.
10k

Eine definitive Antwort auf diese Frage kann ich mir auch nach diesem Jahr nicht geben. Ein Fakt ist aber unübersehbar: die Bestzeit in Grünau war das einzige Rennen, wo ich beide Hälften in einer fast identischen Zeit gelaufen bin. Kritische Kilometer bleiben weiterhin 5, 6 und 7. Ziel sollte es folglich zukünftig sein, möglichst konstant ohne große Ausschläge nach oben oder unten über die Runden zu kommen. Ich schlußfolgere nun, dass auf der Unterdistanz von 10km die Renneinteilung gar nicht so der entscheidende Faktor ist. Vielmehr sind der körperliche Allgemeinzustand (vor Grünau hatte ich einen ganzen Tag Erholung mit Sauna), die äußeren Bedingungen und die Tagesform ausschlaggebend. Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind auch die Konkurrenten: wenn man sich mit dem Tempomachen abwechseln kann und nicht allein auf weiter Flur pacen muss, kann man scheinbar noch ein paar (entscheidende?) Sekunden gewinnen. Liege ich falsch? Wie auch immer: die Erbsenzählerei mit den Sekunden kann man auch übertreiben. Wenn Ihr wirklich bis hierhin gelesen habt: jetzt ist aber Zeit zum Laufen, raus mit Euch!

10 Kommentare

  1. Henrik 11 Monaten vor

    Ist seit jeher meine Meinung. Vor allem Tempohärte ist wichtig, um die kritischen Kilometer ab der Hälfte zu überstehen und das Tempo zu halten. Dass ein 10er in Bestzeit mit Schmerzen verbunden ist, darüber muss man sich im Klaren sein, die Kunst ist halt, damit umzugehen. Du hast den Dreh jedenfalls raus!

    • Autor
      Running Twin Marek 11 Monaten vor

      Na, da sind wir uns ja einig. Zum Glück sind die Schmerzen auf nem 10er nur von kurzer Dauer.

  2. Eine wirklich sehr interessante Analyse und ich finde die Erbsenzählerei auf dieser Distanz doch durchaus unterhaltsam. Da geht es ja sprichwörtlich um Sekunden.

    Dann wünsche ich dir mal einen ganz entspannten Herbst, der ja erschreckender Weise gar nicht mehr so lang ist.

  3. Bianca 11 Monaten vor

    Zu kurz gedacht Marek ;-).
    Der Trick ist doch, zuerst einmal das eigene Leistungsvermögen für den Wettkampftag richtig einzuschätzen. Und wenn du das schaffst, dann klappt es auch mit zwei gleichmäßigen Splitzs 🙂

    • Autor
      Running Twin Marek 11 Monaten vor

      Die Trainerin hat immer recht. die Trainerin hat immer recht, die Trainerin hat immer recht! Aber das finde ich auf 10km zugegebenermaßen sehr schwer. Da geht es ja wirklich teilweise um Nuancen, ich fühle mich da selten in der Lage, genau zu wissen, was ich denn so leisten kann an dem Tag. Vielleicht gehe ich ja da zu blauäugig und zu planlos ran.

  4. brennr 11 Monaten vor

    Ich denke, dieser Rennverlauf ist nicht untypisch. Man beginnt motiviert, meist übermotiviert. Nach der Hälfte hat man die Sorge, ob man das Tempo bis zum Schluss durchziehen kann. Also nimmt man bewusst oder unbewusst einen Gang raus, um dann auf den letzten zwei Kilometern nochmal richtig Gas zu geben. Bei mir ist das ähnlich. Gehe ich das Rennen zu verhalten an, kann ich die Sekunden am Ende nicht mehr aufholen. Aber Überpacen ist natürlich auch nicht gut. Aber die Erfahrung hilft da einem schon. Und die passende Konkurrenz kann tatsächlich sehr hilfreich sein.

    • Autor
      Running Twin Marek 11 Monaten vor

      Ich würde sagen, das ist wirklich ein typischer Verlauf: zu schnell losrennen, um dann auf dem zweiten Teil in Würde zu sterben. Bei mir ist die Sorge, ob ich das Tempo bis zum Schluss durchziehen kann, aber schon kurz nach dem Start vorhanden 🙂 Einer 10er verhalten angehen: ich kann das nicht.

  5. Andreas 11 Monaten vor

    Die Trainerin hat Recht 😉 Und du natürlich auch: Sich selbst auf so „kurzen“ Distanzen richtig einzuschätzen ist schon wahnsinnig schwer…

    • Autor
      Marek 11 Monaten vor

      Natürlich hat sie recht! Und ich auch 🙂 Selbst einschätzen ist immer am schwersten….

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