Zu zweit läuft's besser.

Transgrancanaria, mal wieder

Transgrancanaria, mal wieder
5. Januar 2019 Henrik

Ein Jahr Pause ist wirklich genug. Am 23.02. heißt es wieder „Aaaaaaaaaaaaaariba corredores“ – der 20. Transgrancanaria steigt auf der Insel des ewigen Frühlings. Irgendwie hat sich der TGC zu meinem Lieblingsrennen entwickelt. Das Gesamtpaket der Veranstaltung stimmt einfach und ich verbinde mit Gran Canaria nur schöne Erinnerungen. Im letzten Jahr hatte ich einfach zu viel um die Ohren und habe deshalb ausgesetzt. Das ist nach 5 Teilnahmen zuvor auch mal ganz wohltuend. 2017 hatte ich die Königsdistanz bewältigt, wenn auch nicht ganz so schmerzfrei und schnell wie erhofft. Schauen wir mal zurück auf die Jahre 2012 bis 2017:

Datum

Distanz

Platz / AK-Platz / Läufer

Zeit

Pace

Bericht

02.03.13

42.000m

99 / 45 / 610

4:45:55

6:48/km

Bericht

01.03.14

44.000m

41 / 21 / 646

4:57:34

7:03/km

Bericht

07.03.15

84.700m

136 / 59 / 445

12:57:31

9:11/km

Bericht

05.03.16

83.200m

57 / 23 / 501

10:50:16

7:49/km

Bericht

24.02.17

125.000m

264 / 133 / 524

24:53:56

11:57/km

Bericht

Was erstmal auffällt ist, dass ich immer ein rotes Shirt getragen habe. Ist halt meine Farbe. Sportlich habe ich mich fleißig hochgearbeitet und habe erst nach zwei Marathon-Teilnahmen das Upgrade auf den (damaligen) Advanced gewagt. Der TGC ist ein Spiegelbild meiner sportlichen Entwicklung. Die erste Teilnahme 2012 fiel noch ins Wasser. Ein Jahr später klappte es dann aber mit dem ersten Trail-Marathon, der mich noch ziemlich beeindruckt hatte. 2014 wurde auf neuer Strecke mit Ziel in Maspalomas gestartet. Es lief viel fluffiger und war einfach ein toller Wettkampf. 2015 folgte mein erster Ultratrail überhaupt, vielleicht ging ich hier etwas zu vorsichtig zu Werke. Ein Jahr später klappte es dann in einem fast perfekten Rennen mit dem Finish vor Sonnenuntergang. Erst vor 2 Jahren wagte ich mich dann an die Königsdistanz. Und musste das Finish zu nachtschlafender Zeit mit ziemlich viel Lehrgeld bezahlen. Vielleicht muss das einfach so sein bei der Premiere. Es war trotz der schwachen Zeit eine großartige Erfahrung.

Der mathematischen Reihe zufolge müsste es also 2019 wieder der Hunderfünfundzwanziger sein (es sind inzwischen 128 Km). Wird es aber nicht. Aus mehreren Gründen. Ich habe erst Mitte Dezember das Training wieder hochgefahren und traue mir so einen Kanten zwar inzwischen zu, aber da kann einfach keine Zeit herauskommen, die mich glücklich machen würde. Dafür braucht es mehr als nur 8 Wochen vernünftiges Training, zumal das Wintertraining quasi ohne Höhenmeter auskommen muss. Da sind 7.500 vertikale Meter doch eine beachtliche Herausforderung. Außerdem hat der Triathlet seine Teilnahme angekündigt. Ein so langes Rennen zusammenlaufen, nein, das wird nicht funktionieren. Es dürfte uns mehr liegen, auf einer kürzeren Distanz mehr Gas zu geben. Und da drängen sich die 65 Km des „Advanced“ geradezu auf.

3.200 HM, nun, nicht wenig, aber auch nichts Unmenschliches. Dazu ein vergleichsweise gut laufbarer Kurs. Das kommt uns entgegen, wie wir z.B. in Davos gesehen haben. Dazu kommt meine Streckenkenntnis. Ab Tejeda kann ich die Strecke fast mit verbundenen Augen laufen. Die Streckenänderung ab Cruz Grande bis Ayagaures werden wir uns ganz genau anschauen. Wir können von Anfang an ein höheres Risiko eingehen und dann schauen wir mal, was bei rauskommt.

Start ist um 09:00 Uhr Ortszeit. Wenn es einigermaßen läuft, werden wir im Tageslicht in Meloneras sein.

Die Vorfreude ist schon riesig. Wenn es am 23.02. wieder „¡Ánimos!“ schallt, werden wir auf dem Weg sein von Artenara nach Maspalomas.

2 Kommentare

  1. Marek 7 Monaten vor

    Du hst dich jedesmal stark verbessert, als du das 2. Mal auf der Distanz angetreten bist. Aber muss ja nicht jedesmal höher, schneller, weiter sein. Und die 3000HM klingen jetzt durchaus machbar. Wirst das als alter TGC-Veteran schon gut machen. Ich halte alle Daumen.

    • Autor
      Henrik 7 Monaten vor

      Volle Attacke!

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